Die Stadt der Tränen

Autorin: Kate Mosse
Übersetzt von Dietmar Schmidt

"Die Stadt der Tränen“ der britischen Bestsellerautorin Kate Mosse ist der zweite Teil der historischen Reihe über Hugenotten und Katholiken in Zeiten des Krieges. Und genauso spannend und lehrreich wie Teil eins.
Im ersten Teil, dieser historischen Buchreihe "Die brennenden Kammern" lernten wir Minou Joubert, eine bescheidene junge Frau und ihre Familie kennen. In Carcassone lernte und verliebte sie sich in den Hugenotten Piet Royden. Durch zufällige Geschehnisse wurde sie zur Burgfürstin von Puivert. Dort führt sie nun seit mehr als 10 Jahren ein geregeltes Leben mit ihrem Mann und ihren Kindern.

Inhalt
Wir schreiben das Jahr 1572. Es sind 10 Jahre vergangen, seit wir Minou und ihre Familie verlassen haben. Seitdem ist vieles geschehen. Die Religionskriege forderten viele Tote und aus Freunden wurden Feinde. Auch Jahre nach den verheerenden Kriegen hat sich nicht viel verändert. Doch nun gibt es Hoffnung, denn mit der bevorstehenden Hochzeit des Hugenottenkönig Heinrich von Navarra und der Katholikin Magarete von Valois sollen sich die Lager zwischen Hugenotten und Katholiken versöhnen und endlich wieder Frieden herrschen. Auch Minou Reydon und ihre Familie sind zu diesem Fest eingeladen. Im Juni 1572 machen sich Minou und ihre Familie auf die Reise nach Paris, nicht ahnend, was sie dort erwartet.

In Puivert lebt die Familie ein ruhiges Leben, so beschreibt es die Autorin. In Paris hingegen ist es unruhig, da viele Menschen für die Hochzeit angereist sind und Unruhen auf den Straßen herrschen. Durch die blutigen Kämpfe in der Bartholomäusnacht wird Minous Familie brutal auseinandergerissen. Auch ihre Liebe und das Vertrauen zu Piet wird auf eine harte Probe gestellt. Denn Minou glaubt, dass Piet ein Geheimnis hütet, von dem sie nichts wissen darf.

Meinung
Auch dieses Mal wird aus der Sicht der Protagonistin Minou geschrieben. Wir erleben Minou in all ihren Facetten. Ob sie traurig, glücklich oder in Sorge ist. Wie sie um alles und jeden kämpft oder wie sie Piet unterstützt, der auf der Suche nach seiner Vergangenheit ist. Der Roman "Die Stadt der Tränen“ ist verständlicher geschrieben als der erste Teil dieser historischen Reihe. Aber man sollte erst den ersten Teil lesen, um die Geschichte besser zu verstehen.

Auch dieser Band wurde wieder in mehreren Teilen geschrieben. Auch in diesem Teil wurden die Kriege und Städte nicht erfunden. Puivert, wie schon in Teil eins erwähnt, gibt es tatsächlich. Sowie Paris mit all seinen wunderschönen Sehenswürdigkeiten und Amsterdam mit seinen Grachten und Handelsgütern. Alles wird authentisch beschrieben, das hat mir sehr gut gefallen. Ebenfalls gefallen hat mir, wie die Autorin alte und neue  Nebencharaktere dargestellt hat.

Dieses Mal habe ich den Buchtitel verstanden. Es handelt sich um die Stadt Paris, wie sie ausgesehen haben muss nach dem sie in der Nacht zu Bartholomäus zerstört wurde. Wie schon in Teil eins erhalten wir zu Beginn eine kurze historische Anmerkung, was den Krieg von Hugenotten und Katholiken betrifft und erfahren, welche Familien zusammen gehören und in welchem Jahr und in welcher Stadt wir uns beim Lesen befinden. Das hat mir bereits beim ersten Teil sehr gut gefallen. Ich bin gespannt, wie es im letzten Teil dieser spannenden und historischen Geschichte weiter gehen wird.

Fazit
Die Autorin Kate Mosse nimmt uns auch in diesem Teil auf eine spannende, lehreiche und historische Reise mit. Wir erleben, wie neue Freundschaften geschlossen werden und welchen Verlust Minous Familie erleidet. Ich freue mich bereits jetzt auf Band 3 dieser historischen Trilogie.


Erschienen bei Lübbe Belletristik

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Autorin / Autor: Susi74 - Stand: 28. Juni 2021