Die Rückkehr der Zwerge 1

Autor: Markus Heitz

Mit „Die Rückkehr der Zwerge 1“ setzt Markus Heitz seine Fantasy-Saga „Die Zwerge“ nach fast sieben Jahren fort – und auch „Die Rückkehr der Zwerge 2“ ist bereits erhältlich. Dabei ist es jedoch nicht wichtig, die ersten fünf Bände gelesen zu haben, denn die Geschichte spielt viele hundert Jahre später. Einige der Charaktere dürften den treuen Altlesern dennoch bekannt vorkommen. Für Neueinsteiger warten eine Landkarte, eine Beschreibung der wichtigsten Charaktere und Orte sowie viele neue Helden, um schnell in die Story eintauchen zu können.

Das Buch teilt sich auf mehrere Handlungsstränge auf, die größtenteils im Verlauf des Buches aufeinandertreffen. Dennoch kann wohl der Zwerg Goïmron Schnitzeisen vom Stamm der Vierten als zentrale Schlüsselfigur benannt werden. Er lebt in Malleniaswacht als Gemmenschnitzer, wobei ihm vergleichsweise wenig Talent für dieses Handwerk in die Wiege gelegt wurde. In seiner Freizeit sammelt er Relikte, die an die alten Zeiten erinnern. Dabei stößt er eines Tages auf die Aufzeichnungen von Tungdil Goldhand, der heldenhafte Zwerg, der seit tausend Zyklen als verschollen gilt – und scheinbar doch noch am Leben sein könnte. Entschlossen bricht er auf, um ihn zu suchen und erhält Unterstützung von anderen Zwergenstämmen, von Elben, Menschen und Srgãláh. Ein aufregendes Abendteuer beginnt – das am Ende eventuell zur Wiedervereinigung der Zwergenstämme und der Befreiung des Geborgenen Landes von Albaen, Orks und Drachen führt.

Für mich war „Die Rückkehr der Zwerge 1“ das erste Buch von Markus Heitz und tatsächlich kann man die Handlung, auch ohne die vorherigen Bände gelesen zu haben, leicht verstehen. Die Landkarte hilft leider nur bedingt, da einige wichtige Schauplätze nicht eingezeichnet wurden – dafür sind jedoch alle Figuren in der Beschreibung vertreten, was in dem Fall deutlich wichtiger war. Aufgrund der Fülle an Charakteren können die vielen Handlungsstränge zu Beginn zu Verwirrungen führen, jedoch klären sich viele Zusammenhänge schnell auf, sodass man in einen guten Lesefluss gelangt.

Ich persönlich habe mich sehr schnell mit den Zwergen angefreundet. Ein tolles Volk, dessen Stämme dennoch alle ihre Eigenarten und Charakteristika aufweisen. Auch die anderen Wesen haben mich durch ihre Vielseitigkeit und ihre kreativen Erscheinungsformen sofort überzeugt und mitgerissen. Über die ein oder andere Spezies würde ich auch sehr gern noch mehr erfahren – meine Hoffnungen liegen ganz auf Band 2, den ich auf jeden Fall lesen werde.
Die einzelnen Charaktere sind so unterschiedlich, dass für jeden Leser ein Sympathieträger dabei ist. Und trotz der größtenteils abenteuerlichen, kriegerischen Handlungen spielen auch viele weibliche Protagonisten zentrale Rollen.

Die Handlung ist nicht grundsätzlich neu – eine mutige Abenteurergruppe, verschiedene Völker und Allianzen, ein Streit und Machtkämpfe zwischen den Parteien. Doch durch die vielen, bunten Völker und Charaktere erhält die Story ihren ganz eigenen Charme, der mich sehr gut unterhalten und mitgerissen hat. Das Ende wartet mit einem Cliffhanger auf, der meine Vorfreude auf den nächsten Teil noch mehr anwachsen ließ.
Allen Fantasybegeisterten und Zwergenliebhabern kann ich dieses Buch nur empfehlen. Ich werde mir neben dem Folgeband „Die Rückkehr der Zwerge 2“ wohl auch noch die fünf alten Bände gönnen – für viele, spannende Lesestunden.


Erschienen bei Knaur HC

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Autorin / Autor: Franziska - Stand: 7. Februar 2022