Britney Spears - Femme Fatale

Ein Album mit besonderen Highlights und mitreißender Clubnummer, findet Simone Bauer

Es ist das 7. Studioalbum seit dem 2008er „Circus“, das ihr Comeback markierte – raus aus den Schlagzeilen, zurück ins Rampenlicht. „Circus“ feierte mit „Womanizer“ und dem titelgebenden Track große Erfolge, doch Britneys erste Singleauskopplung aus „Femme Fatale“, „Hold It Against Me“, kann da locker mithalten: In der ersten Woche hat sich die Single 411.000 Mal in den USA verkauft und landete direkt auf Platz 1 der Hot 100 und der Digital Single Charts. Das Video selbst zeigt Britney, wie sie gegen sich selbst kämpft – ein immer wiederkehrendes Motiv aus Britneys Leben. Dass sie nicht anders kann, als auf die Bühne oder ins Studio zu gehen, haben ihre Aussetzer in der Vergangenheit gezeigt. Doch ist sie trotz der statistischen Erfolge immer noch die Princess of Pop?

Fakt ist, dass sie mit Lady Gaga nicht mehr mithalten kann, die noch für „Circus“ an einigen Titeln mitgearbeitet hat. Zu sehr versteift sich Britney auf den neuesten Trend, alles mit einem David-Guetta-artigen Beat zu versehen, wie auch Rihanna es momentan tut. Lyrisch ist „Hold It Against Me“ auch mehr als schräg: „Du fühlst dich an wie das Paradies und ich brauche heute Nacht Urlaub.“

Die zweite Single soll „Till The World Ends“ werden: Die Handclaps und ihr Gesang erinnern zwar stark an Songs, wie sie momentan von Emily Osment und der restlichen Disney-Fraktion kommen, aber zum einen stammt Britney aus eben jener und zum anderen, mutiert das Lied im Refrain zur mitreißenden Clubnummer.

„Inside Out“ ist eine langsame Usher-ähnliche Nummer mit großartigem Groove. ist hundert Mal besser, als Daniela-Katzenberger-ähnlich, wie böse Zunge „Hold It Against Me“ unterstellen.

Ein besonderes Highlight ist „I Wanna Go“, das einfach nur sexy und dancey ist. Auch „How I Roll“ kommt aufregend daher. Das einzige ruhige Lied ist „Criminal“ – leider war das melodietechnisch ein Griff daneben. Dafür kommen „Gasoline“ und „Trouble For Me“ wieder ganz besonders schön daher.

Die Pressefotos fürs Booklet sind ebenfalls sehr schön geworden. Allerdings – retuschiert bis ins Letzte. Wir alle wissen, wie Britney wirklich aussieht, auch schnelle Schnitte im aktuellen Musikvideo täuschen darüber nicht hinweg. Aber sie kann eben nicht anders. Und dennoch möchte man ihr raten, sich noch einmal auf ihre Schauspielerei zu konzentrieren. Denn ihre Gastauftritte bei „Glee“ und „How I Met Your Mother“ im letzten Jahr, die waren nicht retuschiert.

Info: Promotion-Werft

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    Autorin / Autor: Simone Bauer - Stand: 31. März 2011