Ausbildungsinhalte im Modedesign

Womit verbringt man seine Zeit vor, während und nach der Ausbildung?

Womit verbringt man seine Zeit vor, während und nach der Ausbildung?

Tja, was macht man vorher? Den Schulabschluss ;-). Viel zeichnen, damit du deine Bewerbungsmappe fertig kriegst. Sich ganz viel über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten, Ausbildungsorte, Zulassungsvoraussetzungen informieren - aber bitte nicht erst kurz vor Essig, sondern mindestens schon ein Jahr bevor es los gehen soll! Wenn du von zuhause wegziehen musst, solltest du dich rechtzeitig um Unterkunft kümmern (Studentenwohnheim, WGs, Einzel- oder Doppelappartements, eigene Wohnung, Internat (nicht empfehlenswert)). Außerdem informiere dich rechtzeitig über Finanzierungsmöglichkeiten (Bafög, Kindergeld, Stipendium, Arbeitslosengeld II (die könnten dich unter Umständen bei Miete und Heizung unterstützen)).
Ich denke, das ist erstmal das Wichtigste.

Und worum gehts in der Ausbildung?

Während der Ausbildung lernst du viel Theorie und viel Praxis. Du lernst, wie man Figuren zeichnet, auf welche Designelemente du beim Entwerfen achten musst, und du lernst letztendlich deine Entwürfe umzusetzen. Dabei geht es mit der Schnittkonstruktion los. Es folgen Anproben des Outfits erstmal in Probestoffen. Dann werden diese Outfits (nach Festlegen der Stoffqualitäten und Farbzusammenstellung) in den Originalstoffen zugeschnitten und natürlich von dir genäht, du lernst dabei Grundlagen der Verarbeitungstechnik (die Zeit reicht nicht aus, um dich zu einem richtigen Schneider auszubilden). Am Schluss musst du dann deine kleine Kollektion den Mitstudenten und Dozenten vorstellen und erklären. Das ist die Präsentation - oder auch Verteidigung genannt. Die Verteidigung läuft wie ein Vortrag ab. Dabei könnte es auch sein, dass du deine Outfits in Form einer kleinen Modenschau zeigst. Wie Modenschauen ablaufen und organisiert werden, lernst du natürlich auch.

Ist das Prozedere bei allen Schulen gleich?

Ich kann da nur aus eigener Erfahrung sprechen, jede Schule hat da wieder ihre "Spezialitäten", was besonders gelehrt wird und was weniger. Einige Schulen sind besonders künstlerisch und frei veranlagt (meine zum Beispiel), da wird viel Wert auf das perfekte Design gelegt, es wird viel an den einzelnen Outfits gefeilt, daher entstehen bei uns pro Semester nicht so viele Sachen. Und andere drillen die Studenten regelrecht auf Massenanfertigung, so wie es in der Industrie nun mal Gang und Gäbe ist. Diese Studenten sitzen Tag und Nacht an der Nähmaschine hab ich das Gefühl.

Und wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Tja, dann kommt das große Fragezeichen. Ich bin ja selbst noch nicht so weit. Viele von uns sind fleißig dabei, Bewerbungen zu schreiben, bekomme allerdings nur Absagen oder gar keine Antworten. Dabei bewerben die meisten sich nur für ein Praktikum, das ein halbes oder ein ganzes Jahr geht, aber bitte mit Bezahlung. Wenn ein Praktikumsplatz angeboten wird, dann allerdings nur ohne Bezahlung. Da muss man gut verhandeln können, um vielleicht doch noch was rauszuschlagen. Es ist wirklich schwierig, ein bezahltes Praktikum in dieser Branche zu bekommen. Aber es ist wahrscheinlich erst einmal ein guter Start: Nach der Ausbildung Berufserfahrung durch Praktika sammeln. Allerdings hab ich gehört, sollte man aufpassen, dass es nicht zu viele Praktika werden, denn das macht keinen guten Eindruck bei den potenziellen Arbeitgebern. Die könnten dann denken, dass du zu mehr nicht fähig bist. Drei verschiedene Prakika sei eine gute Zahl. Damit mein ich aber nicht Schulpaktika von ein oder zwei Wochen, die zählen nicht.

Ist es schwierig, in dem Beruf Arbeit zu finden?

Hier in Deutschland ist es schwierig, in der Modebranche eine Festeinstellung zu bekommen. New York soll gut sein :-P. Aber wir wollen doch nicht alle aus Deutschland abhauen, oder? Man kann sich auch noch selbstständig machen. Allerdings gleich nach der Ausbildung in die Selbstständigkeit ist meiner Meinung nach Mord: Man braucht erst Erfahrung, man braucht eine finanzielle Grundlage. Ja, es ist schon schwierig. Zu diesem Punkt kann ich dir leider nicht so viel erzählen. Ganz ehrlich? Der Arbeitsmarkt in der Modeindustrie, gerade auch in der Designabteilung, hier in Deutschland sieht schlecht aus.
Du kannst allerdings auch noch in Richtung Journalismus gehen, über Mode schreiben. Du kannst in Firmen für die Stoffeinkäufe verantwortlich sein. Oder Ähnliches. Also, weg von der Designabteilung. Da könnte man sich vielleicht hinarbeiten, wenn man erst einmal seinen Fuß in eine Modefirma gesetzt hat - irgendwie. Das wäre mein Rat.

Und was macht man, wenn man eine anerkannte Designerin ist?

Eine von den ganz großen zu werden, das bleibt wohl der Traum von Vielen. Ein richtiges neues Modeimperium aufzubauen, das schafft heute keiner mehr. Um doch noch eine Chance zu haben, zu den Großen zu kommen, muss man erst einmal an die richtige Schule gehen. Die Modeschule, die die meisten erfolgreichen Modedesigner hervorgebracht hat und den besten Ruf pflegt ist die Londoner Central Saint Martin's School - College of Art and Design. Da musst du hin, wenn du es schaffen willst!

Viel Glück!

Autorin / Autor: amurtiger - Stand: 18. Februar 2008
 
 
 

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