Scheitern Partnerschaften an der "Ernährerrolle"?

Studie: Misslingt der Start ins Arbeitsleben, ist die Trennungsrate insbesondere bei Männern deutlich erhöht

Wer in der Ausbildung oder im Studium zu denjenigen gehörte, die in einer glücklichen Beziehung lebten, sollte beim Einstieg ins Berufsleben aufpassen, denn dort scheint sich eine Stolperkante für Paare zu verstecken. Viele junge Paare fiebern dem Berufseinstieg entgegen, um endlich ein unabhängiges Leben zu zweit beginnen zu können, denn der erste Job bringt mehr Geld in die Haushaltskasse und damit neue Freiheiten. Doch diese Zeit des Umbruchs kann auch zur Belastungsprobe werden. Vor allem junge Männer, denen der Berufseinstieg misslingt, haben laut einer aktuellen Studie eine höhere Trennungsrate als ihre erfolgreichen Kollegen. Das fanden die beiden Soziologinnen Valerie Heintz-Martin, Wissenschaftlerin des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und Cordula Zabel, Wissenschaftlerin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer repräsentativen Befraung  heraus, die untersuchte, inwiefern sich der Übergang von der Ausbildung in den Beruf stabilisierend oder destabilisierend auf Partnerschaften auswirkt. Demnach ist die Trennungsrate bei Männern, die den Berufseinstieg nicht schaffen, um 43 Prozent höher als bei Männern, die den Übergang erfolgreich meistern. Bei Frauen zeigen sich diese Effekte dagegen nicht.

Die beiden Wissenschaftlerinnen analysierten Daten aus dem Beziehungs- und Familienpanel Pairfam. Dieser liefert Längsschnittdaten über Partnerschaftsverläufe junger Menschen in Deutschland. In ihrer Ereignisdatenanalyse werteten Heintz-Martin und Zabel Daten von mehr als 1500 westdeutschen Männern und Frauen im Alter von 18 bis Anfang 30 aus. Während sich frühere Forschungsarbeiten meist damit befassten, welchen Einfluss der Berufseinstieg auf das Zusammenziehen von Paaren hat, untersucht die aktuelle Studie ebenso die Trennungsrate beim Wechsel von der Ausbildung oder dem Studium in den Beruf.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Arbeitslosigkeit des Mannes junge Paare stark belastet, die Arbeitslosigkeit der Frauen dagegen nicht“, erklärt Heintz-Martin. Verantwortlich für diese geschlechtsspezifische Differenz könne zum einen sein, dass Männer und Frauen persönliche Lebenskrisen unterschiedlich verarbeiten. Zum anderen scheinen aber auch traditionelle Rollenbilder einen Einfluss zu haben, folgert die Soziologin: „Offenbar sehen die jungen Paare Männer immer noch in der Rolle des Ernährers.“

Sollte euer Liebster also nicht gleich im Job fußfassen, lasst ihn nicht gleich im Regen stehn, sondern übernehmt selbst die Führungsrolle in Sachen Karriere - schließlich haben Millionen Frauen vor euch das schon erfolgreich vorgelebt ;-).

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung
 
 
 

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