Palast von Alhambra

Spiel des Jahres 2003. Für 2-6 SpielerInnen ab 8 Jahren.

In „Der Palast von Alhambra“ können 2 bis 6 Mitspieler versuchen, ein möglichst großes und prachtvolles Anwesen zu erstellen. In drei Wertungsrunden werden nur die mit Punkten ausgezeichnet, die von bestimmten Bauteile in der ersten Wertung die meisten, später in der zweiten Wertung auch die zweit meisten und in der dritten Wertung die dritt meisten aufweisen können. Darüber hinaus erhält jeder auch Punkte für seine längste zusammenhängende Stadtmauer. Diese Stadtmauer befindet sich auf vielen Baukarten, wodurch das Anlegen neu erstandener Bauteile manchmal zu einer richtig kniffligen Angelegenheit wird, denn Mauer darf nur an Mauer gelegt werden. Dabei muss man aber immer vom Ausgangsplättchen, dass man von Anfang an besitzt, zu allen anderen Plättchen kommen, ohne eine Mauer überwinden zu müssen. Jeder Spieler hat in seinem Zug 3 Möglichkeiten: 1.) Er kann eines oder mehrere der 4 Bauteile kaufen, die auf dem Bauhof 4 verschiedenen Währungen willkürlich zugeordnet wurden. Jedes Bauteil kann dann nur mit der Währung bezahlen, der es zugeordnet wurde. Überbezahlung ist durchaus erlaubt, man bekommt allerdings kein Wechselgeld zurück und sein Zug ist beendet. Bezahlt man hingegen passend, ist man noch einmal an der Reihe. Auf diese Weise ist es möglich, bis zu vier Bauteile in einer Runde zu ergattern und zusätzlich eine weitere Aktion durchzuführen (also insgesamt 5 Spielzüge). 2.) Er kann Geld nehmen: auch hier werden vier Karten angeboten, und man darf sich eine oder - sofern der Gesamtwert der gewählten nicht größer als 5 wird - auch mehrere Karten einer Währung nehmen. 3.) Er baut seine Alhambra um. Dies ist meiner Meinung nach manchmal eine sehr sinnvolle Möglichkeit, da sich dadurch entstandene Situationen, die einen Weiterbau mit einem anderen Plättchen verhindern, wieder lösen lassen. Man kann aber auch so umbauen, dass sich die Stadtmauer verlängert. Danach werden alle gekauften Teile angelegt, oder auf einen eigenen Reserveplatz gelegt, von dem man später Plättchen anlegen kann, was zu Spielzugmöglichkeit zählt. Ich finde, dass man das Spiel sehr oft spielen kann, ohne das es langweilig wird, weil es immer neue Möglichkeiten gibt, die man vorher nicht gesehen hat. Es bereitet viel Spaß und lässt sich hervorragend auch zu zweit spielen. Nur die Gestaltung mancher Plättchenteile hätte man, meiner Meinung nach, etwas schöner gestalten können, aber das ist wohl Geschmackssache. Ich würde das Spiel sofort jedem weiterempfehlen.

Autorin / Autor: mathematikfreak - Stand: 10. Januar 2005