Meine Kuh will auch Spaß haben

Ein Plädoyer gegen Massentierhaltung
Text von Kristina Forslund / Astrid Lindgren
Einbandillustration von Andrea Pieper
Aus dem Schwedischen von Anna-Liese Kornitzky

In “Meine Kuh will auch Spaß haben” von der Kinder- und Jugendbuchautorin Astrid Lindgren und der Tierärztin Kristina Forslund wurden die Artikel gesammelt, die die beiden Autorinnen zwischen den Jahren 1985 und 1989 in der Zeitung “Expressen” in Schweden veröffentlicht haben. Die beiden kritisieren in den Artikeln die Massentierhaltung ihrer Zeit und versuchen auf Missstände aufmerksam zu machen. Dabei richten sich die Artikel teilweise direkt an zuständige Politiker.
Zu jedem Artikel gibt es auch eine, oft kurze, Erklärung, in welchem Zusammenhang er veröffentlicht wurde. Außerdem gibt es ein aktuelles Nachwort von Kristina Forslund, welches es in der ersten Ausgabe des Buches von 1991 nicht gab.

Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil ich als Kind gerne Bücher von Astrid Lindgren, zum Beispiel “Die Kinder aus Bullerbü”, gelesen habe, und weil ich selbst heute der Massentierhaltung eher kritisch gegenüberstehe.

Durch die Artikel erfährt man viele, teilweise unschöne, Details der Massentierhaltung der 80er Jahre in Schweden und auch etwas über die Vorgeschichte, welche zu den Zuständen geführt hat.
Durch ihren ersten Artikel 1985 im “Expressen” stieß Astrid Lindgren eine Debatte in ganz Schweden an, woraufhin auch in der Politik über dieses Thema diskutiert wurde. Es wurde in dieser Zeit sogar ein neues Tierschutzgesetz durchgesetzt. In dem Buch erfährt man auch was Astrid Lindgren von diesem Gesetz hielt. Die Artikel führen den Leser quasi durch die Geschichte des Tierrechts in dieser Zeit von 1985 bis 1989 in Schweden.
In dem Nachwort von Kristina Forslund erfährt man, wie sie die Zeit damals wahrgenommen hat. Sie erzählt auch etwas über die Tierhaltung heutzutage.
Durch eine kurze Recherche habe ich herausgefunden, dass es einige Praktiken, die damals schon in Schweden kritisiert wurden, heute immer noch in Deutschland gibt. Meiner Meinung nach haben sich aber auch einige Praktiken in Deutschland seit dieser Zeit verbessert.

In den meisten Online-Buchhandlungen wird das Buch für Kinder ab 12 Jahren empfohlen, und das merkt man auch an der Sprache. Sie ist oft eher einfach und kindgerecht, dabei aber trotzdem ganz angenehm zu lesen. Die Seiten sind nicht sehr dicht bedruckt, sodass ich die knapp 120 Seiten innerhalb weniger Tage durchgelesen habe. Die Tiere werden oft vermenschlicht und erhalten in einzelnen Artikeln auch Namen. Das regt dazu an, sich in die Tiere hineinzuversetzen und das Geschehen zur Abwechslung mal aus ihrer Perspektive zu sehen. Teilweise gibt es auch Wiederholungen, zum Beispiel werden manche Praktiken der Massentierhaltung in mehreren Artikeln beschrieben. Das stört aber nicht beim Lesen.

Trotz der oft einfachen Sprache kann ich das Buch sowohl Kindern, als auch Erwachsenen empfehlen, die darin enthaltenen Artikel wurden schließlich in einer Tageszeitung veröffentlicht und teilweise auch von Politikern gelesen. Vor allem für diejenigen, die sich über die Massentierhaltung informieren wollen, lohnt es sich, dieses Buch zu lesen.

Erschein in Kürze bei Oetinger

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Autorin / Autor: claraj - Stand: 29. März 2018
 
 
 

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