Abwechslungsreich, kommunikativ, gut für die Umwelt

Lena arbeitet für den Abfallwirtschaftsbetrieb München auf einem Wertstoffhof und würde diesen Job jederzeit weiterempfehlen.

Du arbeitest für den Abfallwirtschaftsbetrieb München auf einem Wertstoffhof. Wenn du dich an deinen ersten Arbeitstag erinnerst. Was war dein erster Eindruck?
Mein erster Arbeitstag war Anfang Januar am Wertstoffhof Mühlangerstraße, dementsprechend war es bitter kalt draußen. Alle Mitarbeiter haben mich offen und freundlich begrüßt. Nach einer ausführlichen Einweisung konnte ich von Anfang an aktiv mitarbeiten und fühlte mich direkt im Team aufgenommen. Ich war sehr erleichtert, dass an diesem Tag auch eine andere Kollegin ihren ersten Arbeitstag hatte. Wir hatten immer einen direkten Ansprechpartner, der uns hilfreich zur Seite stand.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
An meinem Arbeitstag ziehe ich mich zuerst um, hole mir den Schlüssel für die Bedienung der Pressen und lasse mich von meinen Kolleginnen und Kollegen auf den neusten Stand bringen. Das Team wird in Zweiergruppen auf die einzelnen Bereiche, wie z.B. Sperrmüll/Elektro oder Kartonagen/Kunststoffe/Bauschutt aufgeteilt. Am Samstag ist immer ein großer Andrang am Wertstoffhof, so dass die einfahrenden Autos zeitweise lange warten müssen. Da ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und den Überblick zu behalten. Die Besucherinnen und Besucher stellen viele Fragen wie z.B. wo sich bestimmte Container befinden, wo sie welchen Wertstoff entsorgen dürfen, wie der Kauf der Münchner Bio-Erde funktioniert, ob wir das schöne antike Bild nicht für die Halle 2 – unser Gebrauchtwarenkaufhaus - annehmen können oder was eigentlich zum „Giftmüll“ gehört und vieles mehr. Zu meinen Aufgaben gehören u.a. Hilfestellung beim Entsorgen und das Starten und Absichern der Pressen - oft sogar im Fünf-Minuten-Takt. Volle Pressen korrekt und sauber verschließen und sichern, neue Pressen fachgerecht öffnen – auch das gehört zu meinen Tätigkeiten. Am Ende des Arbeitstages wird das Einfahrtstor verschlossen und wir räumen den Hof auf, d.h. volle Pressen werden für den Abholtransport vorbereitet, der Hof wird gesäubert, die Materialien wie Schaufel, Besen und Pylone aufgeräumt und die Schlüssel abgegeben. 

Die Kunden geben ja ganz verschiedene Dinge und Abfälle ab. Was hat dich am meisten überrascht?
Am meisten hat es mich verwundert, dass einzelne Kunden ihren Kühlschrank samt verdorbenem Inhalt entsorgen wollten. Es kommt sogar häufig vor, dass Kunden ihren Abfall samt ihrem Schlüsselbund in den Container oder die Presse werfen. Dieser wird dann in Teamarbeit geborgen.

Hat jemand schon mal was Giftiges abgegeben? Was war das?
Viele Kunden kommen mit alten Putzmitteln, Waschmitteln sowie Flüssigkeiten oder alten Behältern bei denen nicht erkennbar ist, was der Inhalt ist beziehungsweise war. Für diese Fälle haben wir zum Glück unsere speziell dafür ausgebildeten Kollegen, welche für die Problemstoffanlage oder das Giftmobil verantwortlich sind und die ganzen Chemikalien untersuchen und rechtmäßig entsorgen.

Was gefällt dir an diesem Job besonders?
Die Abwechslung und das Miteinander gefällt mir, denn jeder Arbeitstag ist trotz der gleichen Aufgaben anders und die Arbeit im Team macht mir besonders Spaß. Man arbeitet an der frischen Luft, hat viel Bewegung und trägt was Gutes für die Umwelt bei. Dabei lernt man sehr viel über die Entsorgung sowie über die einzelnen Materialien oder Stoffe, welche angeliefert werden. Die Stimmung unter den Kollegen ist gut. Hin und wieder bleibt auch Zeit für eine kurze nette Unterhaltung oder einen kleinen Hof-Spaß. So ist auch ein sehr anstrengender Arbeitstag dennoch schön.

Was gefällt dir an diesem Job gar nicht?
Leider, kommt es auch vor, dass einige Kunden sehr unfreundlich zu uns Mitarbeitern sind. Aussagen wie „Helfen sie mir gefälligst beim Tragen meines Fernsehers, wenn ich schon nicht direkt neben dem Container parken kann“ oder „Sie haben mir gar nichts zu sagen, ich weiß ganz genau in welchen Container mein Abfall kommt.“ kommen vor. Viele wissen über die Mülltrennung oder das Containersystem, entgegen ihrer eigenen Meinung, nicht ausreichend Bescheid. Leider passiert es auch, dass Wertstoffe trotz Anweisungen oft einfach neben falsche Container gestellt werden oder nicht in den richtigen Container entsorgt wurden. In diesem Fall müssen wir mit Absicherung eines Kollegen in den Container steigen und den falschen Müll wieder herausnehmen und fachgerecht entsorgen.

Welche Eigenschaften sollte man aus Deiner Sicht für diese Tätigkeit haben?
Man sollte auf jeden Fall Spaß an der Arbeit im Freien haben und die Arbeit im Team mögen. Im Umgang mit den Kunden ist es wichtig geduldig und selbstbewusst zu sein und keine Scheu vor Differenzen zu haben, ausgeglichen und gelassen aufzutreten. Wie in jedem Beruf mit direktem Kundenkontakt ist es wichtig, eine gute Mitte zwischen selbstbewussten Auftreten und Kundenverständnis zu zeigen.

Beschäftigst du dich zu Hause auch mit Umweltschutz oder Mülltrennung?
Mir liegt die Umwelt und deren Bewohner am Herzen und ich versuche möglichst viel dazu beizutragen, unseren Abfall richtig zu trennen. Beispielsweise achte ich sehr darauf umweltfreundlicher einzukaufen und nutze größtenteils öffentliche Verkehrsmittel. Wir sollten gewissenhaft mit der Umwelt umgehen, dazu gehört seinen eigenen Konsum und Verbrauch zu überdenken, bewusst einzukaufen und seinen Müll richtig zu entsorgen. Dies versuche ich zusammen mit meiner Familie und Freunden umzusetzen.

Würdest du deinen Freundinnen die Tätigkeit auf dem Wertstoffhof empfehlen? Warum?
Ja, das würde ich. Es ist interessant und abwechslungsreich. Man lernt immer wieder etwas Neues, sei es über die Abfallentsorgung oder über den Umgang mit Menschen. Ich fühle mich sehr wohl und die Ausstattung der Arbeitskleidung ist sehr gut. ☺ Ich gehe gerne zur Arbeit und ich denke das ist das Wichtigste.

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Autorin / Autor: Lena - Stand: 7. November 2017
 
 
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