Jury für den Wettbewerb Besser machen - Unternehmen Upcycling

Patrick Brehm

Wirtschaftspädagoge am Berufskolleg Elberfeld in Wuppertal

Seit vielen Jahren verbinde ich meinen Unterricht als Berufsschullehrer für Wirtschaft und Englisch mit meinem Interesse am nachhaltigen Wirtschaften. Meine Unterrichtsideen sind auf der Webseite www.vwl-nachhaltig.de für alle interessierten Personen einzusehen. Zuletzt habe ich zusammen mit dem Düsseldorfer Agenda-Netzwerk die erste Schulbuchstudie zur Frage der Nachhaltigkeit in deutschsprachigen VWL-Schulbüchern erstellt. Sie zeigt, dass dort noch viel Nachbesserungsbedarf besteht (Upcycling ist z. B. im herkömmlichen Unterricht weiterhin unbekannt), aber schon heute eine Ausrichtung der Wirtschaftslehre auf Ziele der nachhaltigen Entwicklung möglich ist.

Darauf werde ich bei der Bewertung des eingereichten Wettbewerbsbeitrags achten
Ebenso wie bei Gütern der Erstproduktion sollte auch beim Upcycling nicht außer Acht gelassen werden, was nach ihrer Nutzung mit den Produkten passiert. Ich werde mir besonders ansehen, ob und wie die Verwertung der Upcycling-Materialen im Nachhinein mitgedacht wird. Lassen sich die Produkte wieder leicht in Ursprungsmaterialien trennen? Wer hat die Verantwortung dafür? Wie ist die Weiterverwertung organisiert?

Mein persönlicher Tipp
Das als olympisch geltende Motto „Dabei sein ist alles“ gilt auch hier. Es ist nicht so wichtig, wer welchen Preis gewinnt. Solange sich jeder viele Gedanken um sinnvolle und nachhaltige Produkte macht, ist für unsere (Um)Welt schon sehr viel gewonnen. Dass ihr mitmacht, ist in jedem Fall toll! Wer am Ende gewinnt, ist auch ein bisschen Glückssache.

Dr. Saskia Dörr

Ich bin Nachhaltigkeitsberaterin und habe 2013 mein Unternehmen WiseWay BERÄT UNTERNEHMEN gegründet. Mein aktueller Schwerpunkt sind Lern- und Experimentierworkshops für den digitalen Wandel. Als Methoden kommen dabei z.B. Design Thinking und Startup-Methoden zum Einsatz. Davor war ich viele Jahrzehnte in der Internet- und Kommunikationsbranche in unterschiedlichen Managementpositionen tätig. Als „digital native by heart“ blogge ich zu meinen Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung im WiseWay Blog und bin auf zahlreichen sozialen Medien aktiv – schaut gerne mal vorbei und sagt Hallo!

Darauf werde ich bei der Bewertung des eingereichten Wettbewerbsbeitrags achten
Ich werde bei den Ideen darauf achten, ob die Produkte aufgrund ihres Design eine langfristige Nutzung versprechen (z. B. weil sie schön anzusehen sind oder auch weil sie stabil gebaut sind). Zudem ist mir wichtig, wie bei der Produktion neben den eigentlichen „Abfallrohstoffen“ auch auf nachhaltige Hilfsmittel und –stoffe geachtet wurde, zum Beispiel werden Teile mit einer Stecktechnik verbunden oder mit (nicht abbaubarem oder sogar giftigem) Klebstoff.

Mein persönlicher Tipp
Umgebt Euch mit viel „Abfall“ und dann probiert einfach aus. Welches Alltags“problem“ kann damit gelöst werden? Aus Eurem Alltag oder dem Eurer Eltern und Freunde. Wenn ihr einen Prototypen habt, fragt diejenigen, die es zukünftig nutzen sollen, ob sie es brauchen würden. Bezieht die Rückmeldungen mit ein und macht Euer Werk ein Stückchen besser.

Irina Heilmann

Meine Arbeit befriedigt meine große Neugier: ich bin nicht nur für die Indoortouren bei VAUDE zuständig, sondern auch in zwei Arbeitsgruppen, von denen sich eine dem Thema Upcyling zugewandt hat – und zwar weit über unser Unternehmen hinaus. Mit involviert sind Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen vom Dienstleister, Digitalisierer, über Handwerker bis hin zu Schulen und jeder bringt seine Erfahrung ein. Und die internen ECO-Design-Workshops, die bei uns stattfinden, beflügeln da natürlich die Gedanken in alle Richtungen – ab liebsten in die „Wie-kann-ich-die-Welt-retten“-Richtung.

Darauf werde ich bei der Bewertung des Wettbewerbsbeitrags besonders achten
Mehrere Dinge, die ich bei „Innovationen“ besonders schätze: zum einen Einfachheit. Einfach ist meistens einleuchtend und folgerichtig (das können Schneeschuhe sein, mit denen man den Berg runterfahren kann oder eine simple mechanische Lösung für ein technisches Problem). Gedanken, die noch keiner gedacht hat, um die Ecke gedacht, ver-rückt gedacht, quer gedacht (das kann heißen, nah am Ausgangsstoff zu bleiben oder sich kilometerweit davon entfernen: mache ich aus Stoffverschnitt ein neues Shirt – oder Dämmmaterial für eine Raumstation oder baue ich ein Haus daraus???). Und natürlich will ich wissen: Was bringt’s wirklich!? Der Gesellschaft, der Umwelt und dem Geldbeutel – sprich: ist’s nachhaltig?

Peter Kührt

Ich unterrichte seit vielen Jahren Bankkaufleute an einer Berufsschule in Nürnberg, bin aber genau so lange auch schon an verschiedenen Unis und in der Lehrerfortbildung tätig. Daneben bin ich Mitbegründer des Nürnberger Kultur- und Bildungsservers (kubiss.de) und schreibe gerne Unterrichtskonzepte für meine Kolleg/innen in Deutschland und Österreich, z.B. über die Lehrerplattform lehrer-online.de.
Mein absolutes Steckenpferd aber ist die Initiierung und Betreuung größerer Schülerprojekte, die einen Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Problemstellungen leisten (Demokratieverdrossenheit, vernünftige Geldanlage, Gefahren im Internet, Lernen ohne Lehrer, Verschuldung von Jugendlichen, Image des Berufs Bankkaufmann usw.).
Dabei ist mir die Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen, und zwar nicht nur in ökologischer, sondern auch in sozialer und ökonomischer Hinsicht. So haben wir in einem Projekt z.B. einen Nachhaltigkeitscheck für Geldanlagen entwickelt.

Darauf werde ich bei der Bewertung des Wettbewerbsbeitrags besonders achten
- nachvollziehbare Dokumentation und Reflektion der Projektergebnisse, möglichst im Internet
- Originalität und Kreativität bei der Problemlösung
- potentielle Verwertbarkeit der Idee und des Produkts am Markt.

Mein persönlicher Tipp
Wenn man seinen Alltag bewusst wahrnimmt, kommen einem die besten Ideen. Schreibt eure Gedanken auf und geht dann alleine spazieren. Dann werden sich Ideen herauskristallisieren, wie man der restlichen Menschheit etwas Gutes tun kann.

Bildungsteam des Instituts für zukunftsfähige Ökonomien e.V. - ZOE

Wir sind das Bildungsteam von ZOE, dem Institut für zukunftsfähige Ökonomien e.V.
ZOE erarbeitet im Dialog mit Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft umsetzbare, sozial-ökologische Entwicklungsperspektiven. Wir sind selbst Ökonom_innen, die überzeugt sind, dass eine Wirtschaft, welche sowohl ökologisch nachhaltig ist, als auch allen Menschen Zugang zu den Früchten des weltweiten Wohlstands ermöglicht, erreichbar und notwendig ist. Dafür setzen wir uns ein.

Darauf werden wir bei der Bewertung des eingereichten Wettbewerbsbeitrags achten:
Uns ist wichtig, dass die entwickelten Produkte zu einem klar erkennbaren Rückgang an Ressourcenverbrauch führen. Das heißt, es geht uns darum, dass nicht neue Konsumbedürfnisse geweckt werden, die zu einem „mehr“ an Konsum führen.

Unser persönlicher Tipp:
Schaut euch an, für welche Alltagsgegenstände es noch keine „grüne“ Alternative gibt und überlegt euch, ob ihr hierfür über das Upcycling von Materialien eine schaffen könnt. Lieber zehn ungenügende Ideen gebrainstormt und eine halbwegs gute weiterentwickelt, als auf die eine perfekte Idee zu warten.

 
 
Frau vor Einsen und Nullen
 

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