Das Skorpionenhaus

Autorin: Nancy Farmer

Die lange erhoffte Rettung

Bis Celia schließlich von der Quälerei erfährt und Matt findet, vergeht ein halbes Jahr, doch sie verspricht ihn unverzüglich aus diesem Gefängnis zu befreien. So kommt es, dass Matt herausgeholt, geschrubbt, gebadet, gekämmt und gepflegt wird. Dann bekommt er Kleidung und wir dem Herscher El Patròn vorgeführt. Celia setzt sich für ihn ein und erzählt, wie der Junge gequält und behandelt wurde, woraufhin die zuständigen Bediensteten sofort vom Hof "verschwinden". Matt darf von nun an wieder bei Celia in einigen Zimmern des großen Hauses leben - dort wo auch die ganze Familie Alacràn lebt. Es stellt sich heraus das Matt El Patròns persönlicher Klon ist. Matt versteht zwar immer noch nicht, was das bedeutet, doch er versteht, dass El Patròn sehr viel Macht hat und er selbst und Celia seinem besonderem Schutz stehen. So bekommt Matt auch einen eigenen Leibwächter, Tam Lin, von El Patròn zu Verfügung gestellt.

Ein neues Leben

Matt soll von nun an wieder ein normales, gutes Leben führen. So bekommt er bald, obowohl er noch immer nicht spricht eine Lehrerin, die ihm Unterricht geben soll. Von der ganzen Familie Alacràn wird er verstoßen nur Tam Lin, Celia und die kleine Maria sind seine Freunde. Durch einen Vorfall kommt es das Matt bald wieder reden kann und er beginnt sich wieder besser zu fühlen und von den schrecklichen Erlebnissen zu erholen. Als er älter wird, beginnt Matt Kavier zu spielen und wird ein hervorragender Pianist und intelligenter als andere Jungen in seinem Alter. In den Ferien ist Maria zu Besuch und manchmal kommt El Patron, der schon 145 Jahre alt ist und erzählt ihm seine Geschichten. Er ist ein furchterregender, alter Mann, doch Matt mag ihn und lauscht gerne seinen Geschichten. Er begreift nicht, dass El Patròn gefährlich ist - auch oder gerade für ihn. Mit seinem leibwächter Tam Lin unternimmt Matt gelegentlich Ausflüge zu einer geheimen Stelle und Tam Lin lernt ihn in der Natur zu überleben. Er ist es auch der ihm mehr über El Patròns gefährliche Machenschaften erzählt und ihm erklärt, dass er als Klon nicht weniger lebenswürdig ist als jeder "normale" Mensch. Denn es gebe keinen Unterschied zwischen ihm und anderen Kindern seines Alters. Niemand werde ihm je ansehen können, dass er ein Klon sei. Auf dem Hof der Familie muss Matt allerdings weiterhin Anderes erleben.

Auf der Flucht mit Todesangst

Durch El Patròns Schutz und Matts Stellung in der Familie begreift der Junge was für eine Macht er hat. Er hat neben El Patròn das Sagen und kann über alle bestimmen, wenn er nur will. Sogar über seine Freunde Tam Lin und Maria. Matt nutzt diese Macht aus, als er merkt dass er sie hat. Doch er nutzt sie falsch und zieht damit noch mehr Hass der Familie auf sich. Schließlich kommt es irgendwann dazu, dass El Patròn im Sterben liegt und plötzlich versteht Matt wieso es ihn, El Patròns Klon, noch gibt! Doch zu diesem Zeitpunkt ist es fast schon zu spät für Matt und nur weil Celia es versteht ihm zu helfen, kann sie ihren Jungen vor dem Tod bewahren. Alle Zeichen Marias und Tam Lins hatte er bis zu diesem Zeitpunkt übersehen und wollte sie nicht erkennen. Doch jetzt ist es soweit: Matt begreift, dass er fliehen muss. Tam Lin hilft ihm bei der Flucht und so hat Matt ein weiteres aufregendes Leben vor sich. Er muss versuchen über die Grenzen des Landes zu kommen und sich nicht von der Patrouille El Patròns erwischen und erneut fangen zu lassen. In dem neuen Land hinter der Grenze erwarten ihn weitere Herausforderungen denen er sich stellen muss. Er muss neuen Gefahren entgehen und will versuchen Maria zu finden. Wie Tam Lin ihm erzählt hatte, weiß dort niemand, dass er ein Klon ist und Matt findet echte Freunde.

Fazit

Ein überaus spannendes Buch, das man trotz seiner 400 Seiten schnell durchlesen kann, wenn die Spannung einen erst einmal gepackt hat. Nancy Farmer greift die Thematik der Gentechnik in einen tollen Roman verpackt auf und stellt dar, wie es einem geklonten Kind in einer Gesellschaft wie unserer ergehen würde. Dieses Buch sollte man allen geben, die fürs Klonen sind. Danach werden sie wahrscheinlich überzeugt sein, dass Klonen immer negative Seiten mit sich zieht, die unverantwortlich und nicht kontrollierbar sind.

Autorin / Autor: Linus - Stand: 2. Mai 2003