"Müll sagen wir nicht mehr"

Schüler_innen der Klasse 10f Grüner Campus Malchow haben die ALBA Sortieranlage in Berlin-Mahlsdorf besucht

In unserem Umweltlehre-Kurs „Einfall statt Abfall“ machen wir uns Gedanken darüber, was sich aus Verpackungsmaterial herstellen lässt, damit weder die Energie noch das Material, das in diesen Produkten steckt, verloren gehen. Wir stellen alltagstaugliche Produkte her, verkaufen sie bei Schulevents und finanzieren mit dem Erlös zum Teil wieder unseren Kurs.
Deshalb interessierte uns besonders, was mit dem Verpackungsmüll geschieht, der in der gelben oder orangenen Wertstofftonne landet.

Am 22.06.17 hatten wir durch die Vermittlung von LizzyNet die Möglichkeit, die Arbeitsabläufe vor Ort zu beobachten und haben die die ALBA Sortieranlage in Berlin-Mahlsdorf besucht. Sortiert werden dort Verpackungen und andere Gegenstände aus Kunst-, Verbundstoffen, Weißblech und Aluminium, also die Materialien, die in Berlin in der einheitlichen Wertstofftonne gesammelt werden.

Während der Besichtigung sind natürlich Sicherheitsvorschriften einzuhalten. So erklärt sich auch unser Outfit.
Das kann man doch gleich mal für einen Post nutzen :-).

Bei unserem Gang über das Gelände betraten wir zuerst die Halle, in der die Fahrzeuge die in der Stadt eingesammelten gelben Säcke abladen. Da wir am Vormittag dort waren, machte die Halle noch einen leeren Eindruck. Mittags, wenn die Fahrzeuge ihre erste Einsammelrunde hinter sich haben, sähe das schon anders aus, versicherte uns Frau Berg, die uns herumführte und alles genau erklärte.

In dieser Halle werden die Säcke in Trichter geworfen, in denen sich Messer befinden, die die Säcke aufreißen, damit der Inhalt nach Materialbeschaffenheit sortiert werden kann.

Auf Förderbändern gelangt dann der Müll in die nächste Halle.
Ein ausgeklügeltes Labyrinth von Förderbändern läuft an verschiedenen Trennstationen vorbei. Mit unterschiedlichsten Methoden, wie zum Beispiel Magneten oder starker Luftzufuhr, werden die verschiedenen Materialien voneinander getrennt. Leichtverpackungen wie Plastiktüten, Metalldosen oder Joghurtbecher und andere Abfallprodukte aus Kunststoff und Metall, wie Kochtöpfe und Plastikspielzeug, laufen danach auf getrennten Bändern weiter.

Die Hallen sind riesig. Es ist laut und der Geruch ist schon sehr... gewöhnungsbedürftig.

Die getrennten Materialien werden am Ende zu großen Würfeln (Fachleute sagen „Ballen“) zusammengepresst.

Auf dem Hof werden sie zwischengelagert und dann zu Unternehmen weitertransportiert, die den Rohstoff (Müll sagen wir nach dem, was wir inzwischen über die Arbeit hier wissen, nicht mehr ;-)) zu neuen Produkten verarbeiten. Allerdings haben wir gelernt: Ein Joghurtbecher wird niemals wieder ein Joghurtbecher, sondern vielleicht ein Plastikstuhl. Denn einmal Abfall, darf er in Deutschland nicht wieder zu Lebensmittelverpackungen verarbeitet werden.

Um die Mittagszeit ging unsere spannende Exkursion zu Ende. Wir danken LizzyNet für die Herstellung des Kontaktes zum Unternehmen ALBA und Frau Berg für die vielen Informationen, die sie kurzweilig und humorvoll zum Besten gab.
Auf jeden Fall wird der Besuch bei ALBA in den nächsten Jahren ein fester Bestandteil des Umweltlehre-Kurses werden.

Über das Upcycling-Projekt auf LizzyNet

Autorin / Autor: Claudia Tran, Laura Matzander, Liv Schneider, Klasse 10f Grüner Campus Malchow (Berlin-Lichtenberg) - Stand: 12. Juli 2017
 
 
 

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