Post this book

Autoren: David Sinden, Nikalas Catlow

Mein Interesse an dem Buch kam durch mein Studium. Wie verschiedene Medien verknüpft werden können, gehört zu meinen Beobachtungsfeldern in der Medienpädagogik. Welches Konzept im Jahr 2016 für diese Aufgabe erdacht wird, wollte ich gern erfahren.

Auf dem Klappentext steht "Wer sagt, dass es eine Grenze zwischen der Welt der Bücher und dem Netz geben muss? Teile deine Kreativität und #postthisbook". Nur ist es im Gegensatz zu den sonst auf Lizzynet angebotenen Büchern kein klassisches Buch, das eine Geschichte erzählt oder Sachinhalte vermittelt.

Das Buch soll bemalt oder beklebt werden, oder es sollen Fotos und Filme damit gemacht werden. All die entstandenen Inhalte können unter dem Hashtag #postthisbook im Netz verewigt werden. Es ist also eher eine interaktive Freizeitbeschäftigung. Zwischendurch musste ich dran denken, dass es eine moderne Fom von Kreuzworträtseln ist. Die macht man vorrangig allein, aber man tauscht sich auch darüber aus. Auf der Suche nach Uploads fand ich auf Twitter und Instagram vor allem Bilder vom Cover, aber auch einiges an Zeichnungen. Besonders das Schwein mit Perücke taucht immer wieder auf...ist auch auf einer der ersten Seiten.

Ausprobiert habe ich es bisher nicht, da ich es eher als Studienobjekt betrachte und es gern im Herbst mit Mitstudierenden auseinander nehmen möchte - vielleicht in einem Projekt. Positiv finde ich, dass am Anfang des Buches ein Hinweis zu finden ist, dass Inhalte im Netz schwer zu kontrollieren und/oder zu löschen sind, wenn sie erstmal hochgeladen sind. "Also denk zweimal nach, bevor du etwas postest, das du später bereuen könntest." Sinnvolle Aussage, gerade wenn im Buch dann private Sachen geschrieben, fotografiert, gemalt werden. Beispielsweise Fotos von sich selber, den eigenen Aufenthaltsorten, persönlichen Eigenschaften, Lieblingsstars...was im Buch halt unter anderem thematisiert wird.

Ansonsten sind es ganz viele Zeichenimpulse, zum Ausmalen, selber Kritzeln, rumspinnen. "Bemale ein Blatt" oder das Haustier-Dating-Profil zum Beispiel. Ideen für Fotos sind häufig Pfeile, die man auf etwas halten und dann fotografieren kann, etwa "Schuhschnappschuss", "Mein Arbeitsplatz", "Das will ich haben!". Auch so gibt es Vorschläge wie etwa "Friesier Deine Haare mal anders" oder "Mach etwas irres mit Make-up". Für Videos gibt es Ideen, wie etwa Wolken im Zeitraffer oder "Verkleide dich als Tier und filme es rückwärts."

Alles in allem viele Ideen, auf die Menschen auch so kommen würden. Dass es dafür ein Buch gibt, finde ich mit einer negativen Färbung interessant. Ich kenne genug Menschen, die ähnlich bekloppte (sehr liebevoll gemeint) Ideen haben, und das ohne Buch. Ich würde es allen Menschen zutrauen, lustige Sachen zu erfinden und zu machen, auch ohne die Berechtigung, die dieses Buch gibt. Ich würde es als Pseudokreativität bezeichnen, da die Ideen vorgegeben werden und nicht aus einem selber herauskommen. Passt aber in ein System, in dem man es gewohnt ist, Vorgaben zu erfüllen.

Ob ich es weiterempfehlen würde? Ja, aber nur für Parties! Mit einer großen Portion Glitzer, Filzstifte und Humor entstehen da bestimmt witzige Sachen.

Erschienen bei Loewe

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Autorin / Autor: Nervensäge4you - Stand: 19. August 2016
 
 
 

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