Internetpause in der Fastenzeit

Umfrage: Jede/r Fünfte nimmt sich Online-Fasten vor, um das Stresslevel zu senken

Nach Karneval beginnt für viele die vor-österliche Fastenzeit, in der sich so mancher vornimmt, nicht mehr so viel Süßigkeiten, weniger Fleisch oder keinen Alkohol zu sich zu nehmen. In diesem Jahr haben sich viele Menschen aber auch vorgenommen, bewusst auf ihr Smartphone oder ihren Laptop zu verzichten: Jede/r fünfte Deutsche will seine private Internet- und Computernutzung für einige Wochen bewusst reduzieren. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Besonders bei den 45- bis 59-Jährigen ist das Online-Fasten beliebt. Von ihnen gab jede/r Vierte an, Laptop und Co. links liegen assen zu wollen.

Jede/r zweite Deutsche hat laut DAK-Studie bereits mindestens einmal für mehrere Wochen gefastet. In diesem Jahr scheinen sich vor allem 18 bis 29-Jährige für den bewussten Verzicht zu interessieren: Zwei Drittel von ihnen wollen fasten oder können es sich zumindest vorstellen. Sie wollen aber Gegensatz zu den Älteren deutlich seltener auf ihre Smartphones oder auf das Internet verzichten (12 Prozent zu 25 Prozent). „Wir beobachten hier einen wahren Generationenunterschied“, sagt DAK-Experte Ralf Kremer. „Die Generation 45plus hat anscheinend ein starkes Bedürfnis,  auch mal abzuschalten.“

Als Grund für das Bedürfnis nach Medienfasten wird am häufigsten der Wunsch nach weniger Stress genannt (59 Prozent). Danach folgt mit 56 Prozent gleich der Wunsch, die freie Zeit eher mit Freunden und Verwanden nutzen zu wollen. Fast ebenso viele Befragte gaben an, mehr Zeit für sich selbst zu brauchen. Das Geschlecht spielt beim Online-Fasten übrigens keine Rolle: Frauen und Männer planen gleichermaßen diese mediale Auszeit.

Trotz des Themas Onlineverzicht liegen der Verzicht auf Alkohol oder Süßigkeiten immer noch auf Platz eins und zwei der Fasten-Hitliste. Mehr als jede/r dritte Befragte möchte auf Fleisch verzichten (38 Prozent). Es folgen Fernsehen mit 33 Prozent und das Rauchen mit 32 Prozent. Jedoch gibt es auch beim Thema Fasten deutliche Geschlechterunterschiede: So ist klarer Fasten-Favorit bei Männern der Verzicht auf Alkohol (71 Prozent). Frauen möchten lieber Schokoriegel & Co. links liegen lassen (72 Prozent).

Regional betrachtet ist laut Umfrage der DAK-Gesundheit Nordrhein-Westfalen die Fasten-Hochburg in Deutschland. Hier gaben 64 Prozent der Befragten an, dass sie mindestens einmal für mehrere Wochen auf bestimmte Genussmittel oder Konsumgüter verzichtet haben. Schlusslicht ist im Bundesvergleich der Osten mit nur 46 Prozent.

Quelle

Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 10. Februar 2016
 
 
 

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