Informatik als Pflichtfach

Gesellschaft für Informatik fordert Informatikunterricht in allen Schulformen

"Wir leben in einer digitalen Gesellschaft, in der unsere Arbeits- und Lebenswelten in einer noch nie dagewesenen Form von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) geprägt werden. Informatik ist der Schlüssel zu dieser digitalen Welt und daher unverzichtbarer Teil der Allgemeinbildung. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Teilhabe und Gestaltung unserer digitalen Gesellschaft und trägt zur Identitätsbildung bei." Mit diesem Worten beginnt die Dagstuhl-Erklärung zur Informatischen Bildung in der Schule 2015 der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI). Seit fast 30 Jahren beschäftigt sich die GI mit dem Thema „Informatik in der Schule“ und empfahl schon 1976 Informatikunterrichte in die Schule zu integrieren.

Heute, wo jede/r im Alltag mit mindestens einem digitalen Gerät in Berührung kommt, klingt die Forderung der GI nach Einführung eines Pflichtfaches Informatik in der Sekundarstufe I in allen Bundesländern absolut logisch. „Kinder sollten früh nicht nur mit digitalen Produkten spielen, sondern in der Schule auch ein Grundverständnis über deren Funktionsweise erhalten. Auch Programmieren schult wesentliche Fähigkeiten wie Sorgfalt, Planung und logisches Denken, die der Entwicklung von Kindern förderlich sind“, sagte GI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer.

Aber auch in der Sekundarstufe II, in der Informatik als Unterrichtsfach schon keine Seltenheit mehr ist, bleibe laut GI noch einiges zu tun, zum Beispiel die Anerkennung als gleichberechtigtes Prüfungsfach, betont Liggesmeyer.

Um einen flächendeckenden Informatikunterricht anbieten zu können, sei allerdings eine gut ausgebildete Informatiklehrerschaft nötig. Daher empfiehlt die GI, die Einführung eines Pflichtfaches Informatik mit einer intensiven Fort- und Weiterbildung, unter anderem auch für Quereinsteiger, zu begleiten.

Überhaupt mahnt die GI einen grundlegenden Wandel im Verständnis der Informatik bei allen gesellschaftlichen Akteuren an. Die Defizite in der informatischen Bildung in Deutschland müssten Teil der politischen Debatten und als Herausforderung für die gesamte Gesellschaft begriffen werden. Nur die informatische Bildung schaffe einen souveränen Zugang zur digitalen Realität. Um das Bild von Informatikfachleuten zeitgemäßer, umfassender und vielseitiger darzustellen, regt die GI deshalb eine Kampagne an.

Die gesamte Erklärung:

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 1. September 2015
 
 
 

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