Gehen, immer weiter

Autorin: Sigrid Zeevaert
ab 13 Jahren

Luis ist ein normaler Jugendlicher. Er hat während der Pubertät nicht die tiefste Bindung zu seinen Eltern, er hat kurzzeitig eine Beziehung mit einem beliebten Mädchen seiner Schule, die ihn aber abserviert und er verbringt Zeit mit seinen Freunden, mit denen er aber kaum über wichtige und tiefsinnige Themen redet. Als Luis für ein Referat mit dem seltsam wirkenden Edvard zusammenarbeiten muss, ahnt er nicht, dass sich sein Leben von da an ändern würde.
Edvard wohnt alleine mit seiner Mutter außerhalb der Stadt auf einem Grundstück, dessen Pflanzen wild wuchern. Der erste Eindruck von Edvards Haus lässt Luis stutzen, da es ein reines Chaos ist. Überall liegen Wäschetürme, Kisten und andere Dinge, die den Boden und die Räume vollends überdecken.
Luis und Edvard beginnen mit ihrem Referat, weshalb sie sich immer öfter treffen. Eines Tages gebiert ein Schaf von Edvard ein Junges, welches von der Mutter verstoßen wird. Luis und Edvard kümmern sich um das junge Schaf, welches sie Ida benennen. In Verbindung mit Ida lernen die Jungs Lili kennen. Ein abenteuerlustiges, drahtiges Mädchen, zu dem beide Jungs eine tiefere Bindung entwickeln.

Ida wird gerissen. Für Luis, Edvard und Lili bricht eine Welt zusammen. Ida hat sie alle zusammenwachsen lassen. Sie verbringen den Tag danach zusammen und trösten sich gegenseitig. An diesem Abend verlässt Edvard früher Lilis Haus. Luis und Lili kommen sich näher und küssen sich und das bringt das Fass bei Edvard zum Überlaufen.
Lili ignoriert Luis die nächsten Tage, wenn die drei Zeit verbringen, sodass Luis ihr irgendwann an den Kopf schmeißt, ob sie vergessen hätte, dass sie sich geküsst hätten. Edvard ist daraufhin nicht mehr derselbe. Er fährt wütend und getroffen nach Hause und kommt auch danach nicht in die Schule.
Was mit Edvard passiert ist? Lest es selbst!

Der Roman ist von der Story her sehr gut. Ich mag es, wenn der letzte Teil, den man benötigt, um die Geschichte zu verstehen, erst weit hinten im Roman kommt. Das baut sehr gut Spannung auf.
Allerdings hat mir weniger gefallen, dass der Roman hauptsächlich parataktisch aufgebaut ist. Das ist ziemlich anstrengend zu lesen, weil es zu einfach formuliert ist. Ich glaube aber auch, dass das Absicht der Autorin war, weil der Roman Gedankengänge und Erinnerungen von Luis sind, die die Geschichte erzählen. Die einfachen Sätze unterstützen diese Art der Geschichtenerzählung.
Ich bewerte den Roman so, dass ich ihn zum Lesen in Ordnung fand, aber einmal genügt.


Erschienen bei Thienemann

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    Autorin / Autor: maureen - Stand: 13.Oktober 2010