Wildernacht - Kladde 1

Autoren: Joachim Massanek, Susanne Bieling

Silvesternacht 1992: Michael Klondeik, 29-jähriger Berliner Schriftsteller, hört plötzlich ganz leise eine Stimme „Komm in den Westen.“ Noch einige Zeit kann er sich der Stimme entziehen, doch nicht dem Tatendrang. Er sammelt den Müll der Straße und versucht alles gegen die Gleichgültigkeit der Menschen zu unternehmen. Doch schon vier Monate später befindet er sich selbst auf dem Weg nach Westen, nach Irland und sucht das Land, das das Böse aus unserer Welt aufhält – gäbe es das Land Wildernacht nicht, so könnte alles Böse ungehindert zu uns kommen. Michael soll der Held sein und uns alle retten, für ihn beginnt eine spannende und abenteuervolle Reise.

Meine Meinung

Viel mehr möchte ich zum Inhalt nicht sagen, es geht um allerlei gruselige und schaurige oder kuriose Gestalten, viele Phantasiewesen, aber auch alter Mythologie wie Drachen, Einhorn und Merlin, auch eine Tafelrunde gibt es. Das Buchcover zeigt den beschützenden Drachen um ein Herz, ein Symbol, welches auch im Buch immer wieder vorkommt. Da das Buch als Tagebuch angelegt ist, gibt es sowohl Druck- als auch Hand- bzw. Schreibschrift, was das Lesen etwas erschwert. Auch sind viele Bleistiftzeichnungen direkt auf dem Text und viele Durchstreichungen, Unterstreichungen etc., das alles macht das Buch als Tagebuch zwar authentisch (wie auch das Zeilenpapier), erschwert aber wie gesagt den Lesefluss.

Joachim Masannek ist vor allem durch „Die wilden Fußballkerle“ bekannt. Diese Bücher sind ausgesprochen kurzweilig und gut zu lesen, wohingegen hier alles etwas zäh und gewollt rüberkommt. Anfänglich, wo unsere Held Michael in Berlin Müll aufsammelte, dachte ich noch, einen Umwelt-Roman zu lesen und ganz ist der Eindruck nicht gewichen. Der zweite Band der Reihe, jawohl, Wildernacht ist eine Tagebuch-Reihe, erscheint im Juni 2009.

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Autorin / Autor: likemoon - Stand: 4. Mai 2009