SIMS 3

Genau das richtige für langweilige Regentage, findet j0sie

Acht Jahre ist es jetzt her, seit die Sims zum ersten Mal in den Läden stand. Nach vielen Fortsetzungen und Addons, die weltweit mehr als 100 Millionen mal verkauft wurden, war es nur eine Frage der Zeit, bis nun auch die Sims 3 raus kommen mussten. Für den Preis von mindestens 40 Euro sollte man auch einiges an Neuheiten erwarten können. Aber schafft es Sims 3 seinen Vorgängern den Rang abzulaufen? Also eine Sache klappt auf jeden Fall, schon nach wenigen Minuten war ich vom Spiel gefesselt. Sowie es meine Zeit erlaubte, setzte ich mich vor den PC und ließ meine Familien und Häuser wachsen, was das Zeug hält.

Sims verlassen das Haus
Es ist auf jeden Fall schön, dass die Jungs und Mädels nun ihr Haus verlassen können, wenn sie lustig sind, denn es gibt keine Grundstücksgrenzen mehr, durch die bei Sims 3 noch gravierende Ladezeiten bestehen. Das erstellen eines Sims ist im Grunde genommen nicht großartig verändert worden, aber die Charaktereigenschaften wurden verbessert. Man kann seinem Sims verschiedene Charakterzüge zuteilen und somit super an seine Außenwelt anpassen oder von ihr abheben. Dadurch verhält sich der Sims von Grund auf anders, er ist selbstständiger. Bei Sims 2 kommt es oft vor, dass der Sim blöd in der Ecke steht, wenn er keine Aufgabe hat. Nun sucht sich der Sim aber sofort eine Beschäftigung, die ihm Spaß macht. Also kann man auch mal 10 Minuten vom PC weg gehen, ohne dass die ganze Familie ausstirbt...

Ohne Cheaten nur halb so viel Spaß
Anfangs gibt es 1 kleines Städtchen namens „Sunset Valley“. Bei mir war ein Gutscheincode dabei, wodurch ich eine zweite Stadt dazu bekam. In den Städten gibt es diverse Einrichtungen, wie das Rathaus, die Polizei oder die ,wo man sich einen Job suchen kann. Man kann aber auch an täglichen Kursen und Wettkämpfen teilnehmen, z.B. den Kochkurs oder Hot-Dog-Ess-Wettbewerb. Aber meistens findet man sowieso keine Zeit dafür, weil man ständig Herausforderungen erhält von der Arbeit oder aus der Nachbarschaft. Dadurch bekommt man dann seine Belohnungen, also etwas Geld extra. Und Geld brauch man anfangs ja eine Menge, wenn man nicht die Cheats aus dem Lösungsbuch benutzt. Jedoch muss ich dazu sagen, ohne Cheaten macht das Spiel nur halb soviel Spaß. Der Anreiz ging bei mir relativ schnell verloren, weil meine Sims sehr unzufrieden waren. Im Endeffekt habe ich dann doch immer gecheatet um eine große Villa zu bauen in der alles ist was man brauchen kann. Mit 20000 Startgeld kommt man nun mal nicht weit.

Zu wenig aus der Grafik herausgeholt
Das Bauen wurden wesentlich übersichtlicher gemacht, es gibt mehr Möglichkeiten zum Hausbau. Was mich aber sehr nervte war, dass der Bau eines Pools immer noch nicht wirklich verbessert wurde. Aber das lässt sich verkraften. Was mir jedoch auch aufgefallen ist, beim ersten Hausbau, ist die Grafik. Aus irgendeinem Grund ist die hintere Hälfte des Bildes immer verschwommen. Ich dachte erst, es wäre mein PC, aber es ist nicht nur bei mir. Das sieht halt alles irgendwie unscharf aus und irritiert etwas. Wer weiß was sich die Grafiker dabei gedacht hatten. Im großen und ganzen haben die scheinbar sowieso nicht viel gedacht. Denn für das heutige Technikzeitalter haben die relativ wenig aus der Grafik heraus geholt. Meiner Meinung nach sind sie eher einen Schritt zurück gegangen. Die Steuerung wurde auch etwas verändert, man kann aber unter den Optionen die gewohnte Steuerung aus Sims 2 auswählen, welche ich als einfacher empfand.

Erst Weltherrschaft an sich reißen, dann glücklich altern

Bei den Optionen kann man nun auch auswählen ob die Sims altern sollen oder nicht. Das ist wirklich klasse. So kann der Sims erstmal in aller Ruhe die Weltherrschaft an sich reißen und danach kann man ihn alt und glücklich werden lassen. Das menschliche Verhalten wurde auch weiter ausgereift. Um so mehr man auf die speziellen Bedürfnisse eingeht, umso glücklicher leben sie bis an ihr Lebensende, es gibt also einen Bonus. Jedoch gibt es für die Punkte keine Gegenstände mehr, sondern Eigenschaften.

Sims arbeiten hart oder chillen mit den Kollegen

Lustige Erneuerungen gibt es im Bezug auf die Arbeit. Man kann zum Beispiel auswählen, ob man hart arbeiten will oder ob man mit den Kollegen chillt und so besser im Team ankommt. Um Bonuspunkte beim Chef zu bekommen, kann man ihn auch einfach mal verführen oder sogar heiraten. Genauso kann man auch mehrere Beziehungen auf einmal führen, wenn einem danach ist. Man kann wie im richtigen Leben, von einem ein Kind bekommen und mit dem anderen zusammen sein. Falls einem langweilig wird, kann man somit auf jeden Fall Streitpunkte im Spiel herauf beschwören. Sonst wurde jedoch nicht sonderlich viel verändert, ab und an mal Kleinigkeiten. Das Spiel ist gut geworden, aber ich denke es lohnt sich nicht dafür 40 Euro auszugeben. Dann doch lieber Sims 2 zum halben Preis. Für mehr Spielspaß sogar auf jeden Fall die vielen kostenlosen Downloads auf diversen Fanpages. Dort wurden Häuser selber gebaut oder Gegenstände und Sims gemacht. Mit der beigefügten Software, dem „Sims 3 Launcher“ kann man seine Downloads im Spiel einfügen und gleich drauflos spielen. Also wer zuviel Geld hat, sollte sich das Spiel holen, Spaß macht es auf jeden Fall! Es ist genau das richtige für langweilige Regentage.

Erschienen bei: Electronic Arts

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Autorin / Autor: J0sie - Stand: 9. Juli 2009