My Sims - Racing

Ein gelungenes und vor allem lustiges Rennspiel für die Wii

„Bunte Charaktere, Anpassungsmöglichkeiten, Wettrennen und rasantes Tempo!“, so beschreibt der Hersteller (Electronic Arts GmbH) in wenigen Worten das Spiel „My Sims – Racing“… und verspricht damit nicht zu viel.

Der Einstieg in die Rennen wird dem Spieler leicht gemacht, da er im Storymodus in der Fahrschule beginnt und somit erst einmal lernt mit der Wii-Steuerung umzugehen und den Wagen sicher über die Ziellinie zu bringen. So lernt man gleich einige Tricks, kann seine Fahrkünste langsam verbessern und bald steigt auch der Schwierigkeitsgrad der Strecken und der fiesen Gegner. Während des gesamten Storymodus gilt also: Je besser man fährt, desto mehr Strecken werden frei geschaltet.
Die Geschichte des Storymodus ist tragisch und spornt den Spieler an, alles wieder zum Guten zu wenden, denn Speedville ist eine verkommene Rennfahrerstadt, die ihre besten Tage bereits hinter sich hat. Nur Siege bei spektakulären Rennen können dazu führen, dass Speedville wieder aufblüht.
Ein weiteres Feature des Storymodus ist die Anpassung der Figuren bzw. der Fahrzeuge. Wie bei dem herkömmlichen „Sims“ - Spielen lassen sich auch hier die Figuren verändern, d.h. je nach Wunsch Haarfarbe, Kleider und vieles mehr auswählen. Auch die Fahrzeuge lassen sich nach gewonnenen Rennen durch frei geschaltete Boni gestalten.
Nach ein wenig Übung kann man dieses Spiel auch im Vier-Spieler-Modus mit seinen Freunden spielen.

Neben dem Storymodus gibt es natürlich noch die Wahl der Einzelrennen, wenn man einfach mal kurz „drauf los düsen“ möchte. Dort kann man sich die Strecken frei auswählen, denn diese müssen nicht erst frei geschaltet werden.

Gegner mit Melonen bewerfen
Eine Besonderheit bei diesem Rennspiel sind sicherlich die lustigen Power-Ups, die man während der Fahrt sammelt, so kann man z.B. seinen Gegner mit Melonen bewerfen, Blubberblasen auf der Fahrbahn verstreuen oder jemanden in eine Windrose geraten lassen. Diese tollen Extras sind besonders im Mehrspielermodus super und sorgen für eine Menge Gelächter unter den Freunden.
Etwas zähflüssig dagegen ist ab und zu die Geschichte des Storymodus, besonders wenn man zu Beginn schnellst möglich fahren möchte, so dass man sich teilweise durch die Story klickt, ohne sie gelesen zu haben.

Stylen und tunen
Die Anpassung der Figuren ist zumindest zu Beginn noch ganz witzig, doch nachdem man diese dreimal verändert hat, verliert es seinen Reiz, so dass das Fahren doch im Vordergrund steht – wie es ja auch sein sollte. Mit dem „aufmotzen“ des Wagens konnte ich nichts anfangen, denn nachdem die Farbe und Größe festgelegt wurde, will man endlich auf die Strecken und nicht endlos lange an der Form der Spiegel herumfeilen. Das man seinen Wagen jedoch auch effektiv tunen kann, nachdem man sich z.B. einen neuen Motor frei geschaltet hat, ist durchaus positiv zu bewerten.

Alles in allem ist „My Sims-Racing“ also ein gelungenes und vor allem lustiges Rennspiel, das man in keinem Fall mit herkömmlichen Rennspielen wie „Need for Speed“ vergleichen kann.

Erschienen bei: Electronic Arts

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    Autorin / Autor: mell - Stand: 10. Juli 2009