Der Osterhase auf der roten Liste?

WWF präsentiert Tipps und Fakten für umweltfreundliche Ostern

Bild: LizzyNet

Hase, Ei und Fischgericht – Ostern ist ein Fest der Traditionen. Damit es auch für die Umwelt feierlich wird, präsentiert der WWF Fakten und praktische Tipps rund ums Osterfest.

Osterhase in Gefahr
Er kommt jedes Jahr und niemand weiß genau wieso. Es gibt verschiedene Theorien, warum ein Hase zu Ostern Eier bemalt und sie dann in den Gärten versteckt. Sicher ist, dass es für den wahren Osterhasen – den Feldhasen – nicht gut aussieht: Seit den 1960er Jahren gerät er immer stärker unter Druck. Wichtigster Grund ist laut WWF die intensive Landwirtschaft. Große Monokulturen ohne Rückzugsräume nehmen ihm den Lebensraum, gleichzeitig vernichten Pestizide seine Futterpflanzen. Mittlerweile ist Meister Lampe in vielen Regionen nur noch selten anzutreffen und steht sogar auf der Roten Liste.

Um den Feldhasen zu schützen, sollte man als Verbraucher auf Bio-Produkte achten: „Bio-Flächen sind deutlich hasenfreundlicher als die der konventionellen Landwirtschaft“, so Markus Wolter, Agrar-Experte vom WWF Deutschland. „Durch den Wegfall von Pestiziden und die größere Vielfalt bei den angebauten Pflanzen finden Feldhasen hier genügend Nahrung.“ Gerade das in der Bio-Landwirtschaft häufig vorkommende Kleegras fressen die Hasen gern.

Große Eier, kleine Eier
Osterei, Rührei oder gekochtes Ei: Nicht weniger als 210 Eier konsumieren die Deutschen durchschnittlich pro Jahr und Kopf. Eier stecken als Zutat auch in Nudeln, Kuchen, Puddings, Suppen und manch anderen Speisen. Doch nur jedes 13. Ei ist ein Bio-Ei. Viel zu wenig, sagt WWF-Experte Markus Wolter: „Wer Bio-Eier kauft, ermöglicht den Hühnern ein tiergerechtes Leben und tut etwas für die Umwelt. Die Tiere haben deutlich mehr Platz und bekommen Auslauf an der frischen Luft. Außerdem wird beim Futter auf Gentechnik, chemisch-synthetische Dünger und Pestizide verzichtet.“

Neben dem klassischen Hühnerei kommen in Deutschland auch die Eier von Wachtel, Gans und Strauß auf den Tisch. Im Größenvergleich liegt das Hühnerei mit durchschnittlich 60 Gramm nur im unteren Mittelfeld: Deutlich mächtiger ist das Ei der Gans, das ein Gewicht von bis zu 430 Gramm erreicht. Klarer Rekordhalter ist aber der Strauß, dessen Eier stolze 1,9 Kilo auf die Waage bringen, womit er die größten Eier der Welt „produziert“. Winzig dagegen erscheinen die Wachteleier, die gerade einmal 10-12 Gramm leicht sind.

Der richtige Fisch zum Fest
In der Fastenzeit und zu Ostern ist Fisch eine beliebte Alternative zu Fleischgerichten. Doch längst nicht jeder Fisch auf dem deutschen Markt stammt aus nachhaltigem Fang. „Viele Fischbestände sind überfischt“, sagt WWF-Fischereiexpertin Catherine Zucco und rät, auf Aal, Seeteufel, Wolfsbarsch und Nordseekabeljau zu verzichten. „Nordseehering und in der Ostsee gefangene Sprotten und Dorsche sind eine gute Wahl, ebenso Karpfen oder Wels aus europäischer Zucht“. Eine Orientierung für Wildfisch bietet das blaue MSC-Siegel oder das Biosiegel bei Zuchtfisch. Behilflich sein kann auch der WWF-Fischratgeber unter www.wwf.de/fischratgeber, der auch als App fürs Smartphone erhältlich ist.

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Autorin / Autor: Redaktion / PM - Stand: 17. April 2014
 
 
 

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