Roter Schnee auf Thorsteinhalla

Autor: Jan de Leeuw

Als Hallgerd, die Tochter eines Wikingerfürsten und einer irischen Prinzessin erfährt, dass sie den alten Gripir heiraten soll, ist sie außer sich vor Zorn und flieht in den Wald. Als sie am nächsten Morgen voller Reue nach Thorsteinhalla zurückkehrt, ist ihr Zuhause zerstört. Der machtgierige Feind ihres Vaters, Jarl Asmund hat in der Nacht die Halle überfallen und mitsamt all ihrer Bewohner verbrannt. Der einzige Überlebende des Feuers ist Magnus, der kleine Sohn von Gripir. Hallgerd schwört, Asmund und seine Sippe für seine Tat büßen zu lassen, nichtsahnend welches Verderben sie mit ihrer Rache über das Land bringen wird...
Die mitreißende Geschichte von Hallgerd spielt in der Wikingerzeit in Norwegen. Die Wikinger nutzen die Kriege in Frankreich und Irland, um sich auf Kosten der dortigen Bevölkerung zu versklaven und sich zu bereichern. So versuchen sie ihre Macht in Norwegen auszubauen. Viele der Charaktere, die im Buch erwähnt werden, sind historisch belegt. Die Könige Harald und Grjotgard und dessen Sohn Jarl Hakon gab es tatsächlich, auch das Bündnis, dass sie in der Geschichte eingehen, hat existiert.

Fazit:
Das Buch "Roter Schnee auf Thorsteinhalla" hat mir sehr gut gefallen. Gerade der historische Hintergrund verleiht den Protagonisten große Glaubwürdigkeit und lässt über manchmal etwas übertriebene Dramatik hinwegsehen. Viele perspektivische Wechsel, unterschiedliche Weltanschauungen und Religionen der einzelnen Figuren sowie eine wendungsreiche Handlung sind ganz klar die Stärken dieses Buches: Wer historische Romane liebt, ist hier an der richtigen Adresse. Aber Vorsicht - einmal angefangen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen!

Erschienen im: Gerstenberg Verlag

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Autorin / Autor: kundalini - Stand: 19. Juli 2010