Panther

Eine witzige und aufrüttelnde Geschichte von Carl Hiaasen.

Panther Buchcover

Gleich mit den ersten Worten setzt Carl Hiaasen seine Leser in den Biologieunterricht bei der berüchtigten und gefürchteten Lehrerin an einer Privatschule in Florida - Mrs. Stark. Duane hat keine Freunde. Er wurde schon beim Zündeln erwischt und möchte Smoke genannt werden. Der Junge gerät in einen Streit mit der Lehrerin, der mit einem aufgegessenen Bleistift, einer Drohung und einer Strafarbeit über Pickel endet.

Am nächsten Tag nimmt er nicht am Schulausflug in die Schwarzrankensümpfe in den Everglades teil. Ein Buschfeuer bricht aus - die späteren Ermittlungen ergeben: Brandstiftung. Die Exkursion wird abgebrochen und Schüler und Lehrer fahren wieder zur Schule. Nur Mrs. Stark bleibt zurück, um das verlorene Asthmaspray einer Schülerin zu suchen.

In der Nacht taucht zwar das Spray auch wieder auf, aber Mrs. Stark bleibt verschwunden. Nick und Marta machen sich auf die Suche nach ihrer Lehrerin. Sie durchsuchen ihr Haus, werden von einem Fremden entdeckt. Und schließlich stoßen sie auf einen Ölkonzern, der keine Rücksicht auf die vom Aussterben bedrohten Florida-Panther nimmt. Der Fremde entpuppt sich als Einzelkämpfer für die Umwelt und eine ungewöhnliche Aufgabe muss erfüllt werden. Auch Duane gehört zu den neu Verbündeten. Hat er am Ende doch Freunde gefunden? Stellt sich nur noch die Frage, ob es ihnen gelingen wird einen kleinen Panther zu seiner geflohenen Mutter zurück zu bringen und die Machenschaften des Ölkonzerns aufzudecken. Und wird Duane beweisen können, dass nicht er das Feuer gelegt hat?

Meine Meinung

Natürlich gibt es ein Happy End, aber es ist dann doch nicht alles so, wie man annehmen möchte. Hiaasen schreibt locker und baut viele skurile und witzige Einfälle ein, sodass man immer wieder lachen muss.

Die spannende Geschichte beinhaltet unheimlich viele Nebenaspekte, die vielleicht doch nicht ganz so unwichtig sind. Man mag sich das so vorstellen wie ein geflochtenes Band: Es gibt einen leuchtend roten Hauptstrang und viele andere, die sich manchmal über und manchmal unter die die Haupthandlung legen. Aber ohne sie würde ein entscheidener Teil fehlen.

Die Hauptpersonen werden glaubhaft dargestellt (vielleicht ist einem die ein oder andere Person ja schon mal über den Weg gelaufen, z. B. in „Krumme Hunde“). Sie haben Charakter und Motive für ihre Handlungen.  Nach „Eulen“ und „Fette Fische“ ein weiteres Jugendbuch von Carl Hiaasen, dass ich für das gelungenste halte.

Alles in allem: Der Bemerkung „Der Meister des schrägen Krimis!“ (THE OBSERVER) kann ich nur zustimmen. Auch für Leser, die älter sind als die empfohlenen „ab zwölf Jahre“ eine witzige und hoffentlich aufrüttelnde Geschichte.

*Erschienen im Beltz Verlag*

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Autorin / Autor: islenski.hesturinn - Stand: 30. März 2009