Fotowettbewerb Rotten Places - Die GewinnerInnen

Die Jury hat die drei besten Fotos gekürt und ihr habt für die besten 20 gevotet!

Vielen, vielen Dank für eure zahlreichen und wirklich tollen Fotos. Und, um es gleich zu sagen – die Auswahl ist uns wirklich nicht leicht gefallen und wir haben lange diskutiert, bis wir uns für unsere drei Gewinner entschieden haben, von denen jede/r eine ganz eigene Sicht auf die „Rotten Places“ hatte. Seht, für wen sich die Jury entschieden hat:

Platz 1: Miss Morphine

Die Begründung der Jury

Miss Morphine hat uns ein Bild mit einer wunderschönen, authentischen Licht- und Farbstimmung geschickt. Gekonnt hat sie den Bildausschnitt gewählt, sodass sich mehrere Linienführungen wiederholen und der Raum dadurch besonders harmonisch wirkt: So wiederholt etwa die halbgeöffnete Tür die Linie, die die Wand im Vordergrund bildet und die Tür hinter der Tür fügt sich perfekt in diese Komposition ein. Und ebenso wird die grüne Bogenlinie des Gewölbes durch die halbrunden Durchgänge, aber auch durch das halbrund abgesplitterte Glas im Mittelsegment der Tür wiederholt. Zusätzlich modellieren Lichteinfall und Schatten den Raum. Die harten Konturen der Türen wirken als Kontrast zu den weichen Bogenlinien. Mit diesem Bild hat Miss Morphine uns allen gezeigt, dass auch „Rotten Places“ ihre ganz eigene Poesie haben können. Toll!

Platz 2: Sare

Die Begründung der Jury

Sare hat uns eine wunderschöne zentralperspektivische Komposition geschickt. Das Auge des Betrachters wird direkt zum lichtdurchfluteten halbrunden Fenster gezogen, das harmonisch von den beiden davor sitzenden Mädchen umrahmt wird. Während das linke Mädchen etwas zu erzählen scheint, blickt das Mädchen rechts aus dem Fenster. Dabei spielt Sare mit der Unschärfe, durch die das gesamte Bild harmonisch und weichgezeichnet wirkt, ohne dass die situative Inszenierung kitschig wirkt. Bedrohlich wirken die kreuzförmig angeordneten Balken, die das Bild zerteilen und sich wie ein böses Omen über die Mädchen erhebt. Toll ist auch, wie der Blick zwar ins Licht, aber auch ins Unbekannte führt, denn das Licht ist so gleißend, dass der Betrachter nicht erkennen kann, was dahinter ist. Und dieses Unbekannte im Licht wirft ihre langen Schatten in den Raum zurück. Durch diesen Gegensatz zwischen Harmonie und Bedrohung erhält das Bild seine Spannung und es könnten einem zahllose interessante Geschichten zu diesem Foto einfallen. Toll!

Platz 3: Johannes

Die Begründung der Jury

Johannes hat uns ein technisch toll umgesetztes Farbfoto geschickt, das jedoch beinahe wie ein Schwarzweißfoto und durch die hyperrealistische Schärfe beinahe wie eine Zeichnung wirkt. Seine besondere Spannung erhält das Bild zum einen dadurch, dass der Lichtstrahl nicht zentralperspektivisch aufgenommen wurde und zum anderen durch den Kontrast zwischen den unregelmäßig geformten Gegenständen wie Zeitung und Stein, die heroisch im Vordergrund liegen, und den strengen Konturen der das Bild überspannenden Betonbaus. Durch diese Gestaltung wirkt das Foto beinahe wie ein Stückchen gefrorene Zeit. Toll!

Herzlichen Glückwunsch!

Die drei ersten Plätze erhalten jeweils ein signiertes Exemplar von "Junkgirl" und Büchergutscheine im Wert von 50 Euro für Platz 1 und jeweils 25 Euro für Platz 2 und 3.


Die 20 Publikumslieblinge (Voting-Sieger) erhalten je ein signiertes Exemplar "Junkgirl":

  • Helena Langer
  • mattin
  • Fabian
  • svenni
  • maltesphotographies
  • anniie
  • Anette
  • Michael
  • Johannes
  • lucina
  • kuddi
  • Kevin
  • charlielou
  • ciqa
  • pistazieneis
  • Valeska
  • ladyjanna
  • gohma
  • laf1505
  • Kerstin

Herzlichen Glückwunsch!