Abzocke mit IQ- und Lebens-Tests

Und wieder lautet die böse Gleichung: Dateneingabe im Netz = Kohle rauszocken. Die derzeitige Masche, auf die schon viele reingefallen sind, lädt zu IQ-Tests oder auch der Ermittlung seiner Alterserwartung ein. Wir sagen, was ihr tun könnt, falls es euch erwischt hat.

gehirn

Bei "IQFight.de" soll man online einen Intelligenztest machen können: "Wie schlau bist du wirklich?" heißt es da, und: "Teste deine Intelligenz und vergleiche dich". Obendrein wird mal wieder auch noch mit Gewinnchancen bei einer Verlosung gelockt. Das hat schon viele neugierig gemacht, also ruckzuck Daten eingegeben, damit der Test starten kann. Einige Zeit später dann die Rechnung: 30 Euro solle man zahlen, weil man ja den IQ-Test gemacht habe. Die gleiche Masche läuft auch bei "lebenserwartung.de" unter dem Motto "Teste, wie alt du wirst". In beiden Fällen muss man ganz schön suchen, um die Info zu finden, dass das Ganze Geld kostet. Steht halt irgendwo in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ("AGB"), und (zumindest mittlerweile) irgendwo unterhalb des Eingabeformulars für die Daten. Deutlich auf der Startseite? Natürlich nicht!

Hilfe, ich soll zahlen
Was ihr tun müsst, wenn ihr so eine Rechnung bekommt: Schickt denen einen Brief, in dem ihr anzweifelt, einen gültigen Vertrag geschlossen zu haben, und verlangt, dass sie euch einen solchen Vertragsschluss nachweisen! Dann beginnt nach bisheriger Erfahrung das Spielchen, dass sie zurückschreiben werden, es sei einer zustande gekommen. Darauf solltet ihr gar nicht antworten. Dann wird wohl eine Mahnung von denen kommen, von der ihr euch aber nicht aus der Ruhe bringen lassen solltet. Und noch ne Mahnung... aber es ist uns bisher kein Fall bekannt, in dem diese Anbieter dann noch weiter gegangen wären - das wäre dann nämlich ein gerichtliches Mahnverfahren. Sollte das passieren (wie gesagt, bisher haben diese Seiten das, soweit wir wissen, nicht gemacht, sie spekulieren offenbar eher auf die eingeschüchterten "freiwilligen" Zahler), dann müsstet ihr auf jeden Fall dagegen schriftlich Widerspruch einlegen! In so einem Fall geht ihr dann am besten in einer der Beratungsstellen der Verbraucherzentralen vorbei und lasst euch unterstützen. Also: Nur nicht einschüchtern lassen!

Dieser Beitrag wurde uns von checked4you freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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Autorin / Autor: checked4you - Stand: 21. August 2006