Keine großen Reden schwingen

Es ist so still, dass man eine Stecknadel fallen hört, 30 Augenpaare sind auf dich gerichtet und du allein wirst die nächsten Minuten gestalten. Wer ein Referat hält, steht unweigerlich im Mittelpunkt. Grund genug also, sich gut darauf vorzubereiten!

Ein Referat zu halten, ist eine aufregende Sache und manch eine bekommt dabei feuchte Hände, einen trockenen Mund und Herzrasen. Aber mal ehrlich: ist es nicht toll, wenn man am Ende Applaus und Lob bekommt und das sichere Gefühl hat, man hat es geschafft?! Wenn du ein Referat hälst, bist du in einer ähnlichen Situation wie eine Schauspielerin: das Publikum erwartet von dir eine tolle Show und du darfst deinen Text nicht vergessen. Dann also los, the show must go on!

Die Vorbereitung: Das Manuskript entsteht

Hast du ein Referat geschrieben und sollst das jetzt deiner Klasse vorstellen? Dann kannst du deine Schriftform als Vorlage für dein mündliches Referat nehmen. Hast du zu dem Referatsthema, über das du sprechen sollst, noch nichts erarbeitet, dann fängst du am besten so an, wie es im Kapitel „Ein Referat schreiben“ in den Teilen 1 und 2 beschrieben wird.

Entweder gehst du also zu

...oder du liest hier weiter

Ein Manuskript ist die schriftliche Vorlage eines Vortrages. Es ist also deine Grundlage und sollte deswegen gut vorbereitet sein. Wie du aus einem schriftlichen Referat ein Manuskript machst, erfährst du nun Schritt für Schritt:

  • Überlege dir einige wenige Schwerpunkte, über die du referieren möchtest. Alle anderen Inhalte werden weg gekürzt.
  • Kürze alle Inhalte, die nicht wirklich wichtig sind, heraus.
  • Nimm nur die Inhalte, die du mit Worten rüberbringen kannst. Grafiken wie z.B. über den Aufbau eines Kernkraftwerkes lassen sich nur mit sehr vielen Worten beschreiben und eignen sich daher nicht als Teil eines Vortrages. Besser: verzichte auf den Teil oder stelle deinem Publikum die Grafik zur Verfügung. Was damit gemeint ist? Das erfährst du unter dem 3. Punkt „Zusatzmaterial“.
  • Gliedere den Inhalt, der übrig bleibt, in Kapitel und gib ihnen Überschriften. Dadurch entsteht eine Gliederung, die dir und deinem Publikum eine Übersicht gibt.
  • Schreibe den Inhalt so um, dass die Sätze kurz und verständlich sind. Lange Bandwurmsätze langweilen die ZuhörerInnen, weil man sie nicht behalten kann.
  • Wenn du dich traust, kannst du auch mit Stichworten arbeiten, die du dann beim Referieren in Sätze packst. Du schreibst dir z.B. Elemente auf, die zum Kernkraftwerk gehören und setzt in Klammern eine kurze Erklärung, was das ist. Im Vortrag machst du dann vollständige Sätze daraus. Dieses Vorgehen ist jedoch nur dann zu empfehlen, wenn du nicht nervös bist, Übung im Referieren hast und die Inhalte perfekt drauf hast.
  • Tippe am besten das Manuskript, damit du beim Vortragen nicht auch noch deine Handschrift entziffern musst.

Üben und sich korrigieren

Bist du hier angelangt, dann ist dein Manuskript im Grunde fertig. Nun folgen noch Feinarbeiten wie Überprüfung der Rechtschreibung und Grammatik. Unbedingt solltest du das Manuskript laut lesen und jemandem vortragen. Wie gesagt, du bist eine Art Schauspielerin und die hat bis zur Premiere ja auch viele Proben und eine Generalprobe. Such dir also ein Übungspublikum wie deine Eltern, Geschwister oder Freundinnen und trage ihnen dein Referat so vor, wie du es im Unterricht vortragen wirst. Sie können dir sicher noch Tipps geben, weil sie hören, wenn Sätze nicht gut klingen oder unverständlich sind. Solltest du kein Probepublikum finden, dann übe vor einem großen Spiegel und lass, während du dir dein Referat erzählst, vielleicht ein Aufnahmegerät mitlaufen.

Autorin / Autor: Natascha Bleckmann - Stand: 15. Oktober 2002
 
 
 

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