Trump hat an der Uhr gedreht

2 1/2 vor Zwölf! Wissenschaftler stellen die "Weltuntergangsuhr" um 30 Sekunden vor.

Die Weltuntergangsuhr des Bulletin of the Atomic Scientists (BAS) ist ein Symbol für die Bedrohungslage auf der Welt und will in der Weltöffentlichkeit ein Bewusstsein dafür schaffen, wie kurz wir davor sind, unsere Welt mit unseren eigenen Technologien zu zerstören - etwa durch den Einsatz von Atomwaffen. Die Uhr versinnbildlicht den Ausdruck "Es ist fünf vor Zwölf", der für das unmittelbare Bevorstehen einer Katastrophe steht, wenn nicht schnell etwas dagegen getan wird. Seit dem 25. Januar steht die Uhr auf Zweieinhalb vor Zwölf!

1947 wurde die Uhr gestartet, der Zeiger stand auf sieben Minuten vor zwölf. Atomwaffentest der damaligen Sowjetunion und der USA führten zum Vorrücken des Zeigers, die Ratifizierungen von Atomwaffensperrverträgen - etwa 1969 - führten hingegen zur einem Zurückdrehen des Zeigers.

Nun haben die Wissenschaftler_innen ihre Uhr mal wieder um 30 Sekunden vorgerückt, so dass die Uhr nun auf zweieinhalb Minuten vor Zwölf steht. Seit den 80iger Jahren stand der Zeiger noch nie so nah an der Zwölf.

Die Uhrensteller begründeten das damit, dass sich die Bedrohungslage in 2016 stark verschärft habe: die Weltgemeinschaft sei gescheitert, die drängendsten und existenziellsten Bedrohungen zu bekämpfen, nämlich den Klimawandel und die Atomwaffen. Die Vereinigten Staaten und Russland, die zusammen 90% des Atomwaffenbestands auf der ganzen Welt besitzen, modernisierten ihre Bestände und Verhandlungen über Waffenkontrolle seien nicht in Sicht. Nordkorea führte Nukleartest durch, und die Spannungen zwischen Pakistan und der Atommacht Indien spitze sich zu. Der Klimawandel schreite unterdessen fort und die Bemühungen ihn zu verhindern, sind bescheiden. Auch nationalistische Tendenzen in verschiedenen Staaten verschärften die Bedrohungslage.

Trump hat an der Uhr gedreht
Ein weiterer Grund für das Vorrücken des Untergangszeigers: Trump. Wenngleich noch nie eine einzelne Person zum Vorrücken des Zeigers geführt hätte, seien sowohl Trumps Äußerungen, seine Weigerung, sich beraten zu lassen und seine Aktionen, sowie auch die Begleiterscheinungen seiner Wahl - inklusive der durch Cyberangriffe verursachten Wahlbeeinflussung, verantwortlich dafür, dass sich die Sicherheitslage verdüstert habe.

Üblicherweise wird die Uhr immer minutenweise umgestellt. Die Wissenschaftler_innen argumentierten, Trump sei erst wenige Tage im Amt, so dass das Ausmaß der Gefährdung durch seine Politik noch nicht voll sichtbar werde. Dass sich das täglich ändern kann, zeigt Trumps jüngstes Einreiseeverbot.

Die Wissenschaftler_innen fordern die Menschen auf, alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um die Politik wieder auf Spur zu bringen und sie etwa dazu zu bringen, Konflikten wieder verstärkt mit Verhandlungen zu begegnen, ihre Atomwaffen zu reduzieren und sich dem Klimawandel zu widmen. Schließlich sei jeder Mensch auf der Welt, an jedem Ort, von diesen Gefahren bedroht.

Quelle:

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 30. Januar 2017
 
 

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