Ein Tag für schöne Worte
Am 21. März ist Welttag der Poesie
Die derzeitigen Schlagzeilen lassen wenig Raum für andere Themen als Krieg, Zerstörung, Populismus, Menschenfeindlichkeit und Angst. Wahrscheinlich steht da nur wenigen der Sinn nach romantischen Gedichten und schönen Worten. Und doch kann der Welttag der Poesie am 21. März uns an die Schönheit des Menschseins erinnern, das nicht nur Krieg und Zerstörung hervorbringt, sondern auch kunstvolle Worte als Ausdruck unserer tiefsten Empfindungen, unserer Menschlichkeit, Liebe und Empathie.
Der Welttag der Poesie wurde auf der 30. Generalkonferenz der UNESCO offiziell ausgerufen. Erstmals wurde er im Jahr 2000 begangen und soll an den Stellenwert der Poesie, an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern. Die Dichtkunst wurde in allen Kulturen und zu allen Zeiten praktiziert, sie verbindet darum Grenzen und Generationen und spricht unsere gemeinsame Menschlichkeit und unsere gemeinsamen Werte an. Gedichte verzaubern, trösten, rütteln auf, sie wiegen uns in den Schlaf oder zeigen Missstände auf. Grund genug, der Dichtkunst auch im Zeitalter der neuen Informationstechnologien einen wichtigen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben zuzuweisen. Der Welttag der Poesie soll der UNESCO zufolge auch Verlage ermutigen, poetische Werke besonders von jungen Dichter:innen zu unterstützen und dazu beitragen, den kulturellen Austausch zwischen den Völkern zu intensivieren.
Rund um den Welttag der Poesie gibt es in zahlreichen Städten Lesungen und Veranstaltungen.
Wer also heute eine Auszeit von all den Schreckensmeldungen nehmen möchte, der besuche eine solche, vertiefe sich in ein Gedicht oder verwandle selbst seine Ängste in heilsame Poesie. Dafür braucht übrigens niemand ChatGPT zu befragen (dessen Verse oft grauenhaft klingen). Horcht lieber selbst in euch hinein und kleidet eure tiefsten und menschlichsten Empfindungen in schöne oder aufwühlende Worte.
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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 21. März 2026