Von Fußfetischistinnen und Kohl-Verächterinnen

Drohende Mückenplage: Wildtierstiftung gibt Tipps, wie man sich vor Mückenstichen schützt

Regen und schwüle Luft – für uns eher lästig, für die Mücke allerdings perfekte Bedingungen, um sich auszubreiten und uns wiederum zu piesacken. Nach den Unwettern in den letzten zwei Wochen, müssen wir uns auf eine Mücken-Plage gefasst machen, warnen Experten. Überflutete Wiesen und Äcker sowie große Pfützen sind perfekte Brutstätten für Mücken. „In kurzen Abständen legt eine einzige Mücke jetzt zwischen 80 und 200 Eier in stehende Gewässer: nach einem zweiwöchigen Larvenstadium schlüpft die nächste Generation“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Geht die Temperatur nach dem Regen hoch, wirkt die Wärme zusätzlich wie ein Brutbeschleuniger für den Mücken-Nachwuchs.“ In den nächsten Wochen muss aufgrund der massiven Regenfälle überall in Deutschland mit besonders vielen Mücken gerechnet werden.

Warum Mücken stechen und was hilft
„Die weiblichen Mücken brauchen das Blut für ihre Brut“, sagt Goris. Wer sich auf die Stechangriffe gut vorbereitet, kann sich besser schützen. „Man muss nur wissen, worauf die Mücken-Weibchen – denn nur diese stechen - fliegen“. Allen Vorurteilen zum Trotz: Blutgruppe, Alter und Geschlecht der Opfer sind den Quälgeistern ziemlich egal. „In erster Linie beeinflusst der Körpergeruch, ob uns eine Mücke attackiert oder nicht“, sagt Goris. Beim Zersetzungsprozess von Schweiß entstehen Ammonium und Buttersäure auf der Haut. „Und dieser Duft wirkt auf Mücken wie ein Magnet.“ Besonders angezogen fühlen sie sich von Füßen: „Wer also einen ungestörten Grillabend genießen will, sollte vorher duschen und frische Socken tragen.“ Doch auch beim Duschen ist Vorsicht geboten: Duftstoffe in Duschgels, Seifen oder Shampoo locken ebenfalls Mücken an. Im Sommer sind parfümfreie Kosmetika daher empfehlenswert.

„Selbst das, was Sie essen, spielt eine Rolle“, sagt Eva Goris. „Beispielsweise Reis: Durch Stoffwechselprozesse nach dem Verzehr von Reis, gibt der Körper mehr Kohlendioxid über die Poren und den Atem ab. Auf diesen leicht säuerlichen Geruch stehen hungrige Mücken total!“ Der Genuss von Kohl hingegen hält Mücken eher fern. Ätherische Öle von Zitronen, Lavendel, Minze oder Basilikum schützen zwar nicht zuverlässig, halten aber durchaus die eine oder andere Mücke ab. Weite Kleidung, die an Armen, Beinen und am Hals geschlossen ist, kann verhindern, dass der hauchdünne Stech-Saug-Rüssel der Mücken selbst durch Textilien an die Haut gelangt. Denn für Mücken ist es kein Problem eine enganliegende Jeans zu durchstechen, um an Blut zu gelangen. Eva Goris empfiehlt: „Im Fachhandel bekommen Sie geeignete Mückenabwehr-Produkte.“ Wer auch die Kleidung einsprüht, hat größere Chancen, nicht gestochen zu werden.

Quelle

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 10. Juni 2016