Interview mit den "Violetta"-Stars

Ich hatte die Möglichkeit, die Hauptdarsteller der argentinischen Disney-Erfolgs-Serie "Violetta" zu interviewen und ihnen ein paar interessante Details zu entlocken. Lest selbst!

Bild: Deniz Klarhorst

Die argentinische Disney-Telenovela „Violetta“ ist weltweit in aller Munde. Auch in Deutschland hat die Serie bereits Millionen Fans und wo der Cast der Erfolgsserie auftaucht, sind begeisterte Zuschauer nicht weit. In Deutschland ist der Soundtrack der Erfolgsserie bereits fast 185.000 Mal über die Ladentheke gegangen und erreichte somit Goldstatus. Zu diesem Anlass wurde den Hauptdarstellern am 4. September 2015 in Köln die goldene Schallplatte überreicht und ich war hautnah dabei. Im Anschluss an die Pressekonferenz hatte ich sogar die Möglichkeit, mit allen Hauptdarstellern Einzelinterviews zu führen und habe ihnen dabei ein paar interessante Details entlocken können. Lest selbst:

Mit von der Partie waren Hauptdarstellerin Martina Stoessel (Violetta), Mercedes Lambre (Ludmila), Jorge Blanco (Léon), Diego Domínguez (Diego),Candelaria Molfese (Camila), Facundo Gambandé (Maximiliano), Mercedes Lambre (Ludmila), Samuel Nascimento (Broduey), Alba Rico (Naty) sowie der deutsche Musical-Darsteller Arcangelo Vigneri, der den Cast auf der deutschen Live-Tour unterstützt.

Die Show hat es dir ermöglicht, Orte auf der ganzen Welt zu bereisen. Hast du überhaupt die Zeit, diese Orte näher zu erkunden und wenn ja: Welcher Ort ist dir ganz besonders in Erinnerung geblieben und wo möchtest du unbedingt noch einmal hin?

Diego: Es gab so viele schöne Orte, aber Rom und Venedig sind mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Da möchte ich unbedingt noch einmal hin und auch dort arbeiten.

Alba: Ja, das waren wirklich sehr schöne Orte! Aber ich muss auch sagen, dass ich total begeistert von Köln bin! Als ich heute morgen die riesige Kathedrale gesehen habe, musste ich wirklich staunen. Es scheint eine wirklich schöne Stadt zu sein.

Candelaria: In San Sebastian in Spanien ist mir etwas wirklich Tolles passiert. Ich habe sofort gespürt, dass da so eine gewisse Energie war. Bis jetzt habe ich es nicht geschafft, noch einmal dorthin zu reisen, aber ich denke, dass es die nächsten Ferien klappen wird.

Um ein Teil der Serie zu werden, musstest du an einem Casting teilnehmen. Wie hast du es geschafft, dich gegen die anderen Bewerber durchzusetzen?

Alba: Es geht nicht unbedingt nur darum, der oder die Beste zu sein. Es ist auch wichtig, dass man in das gewünschte Profil passt. Deshalb ist es auch ein wenig Glückssache. Für die Rolle der Alba haben sich auch unzählige Blondinen beworben, aber sie suchten nun einmal eine Brünette. Damit hatte ich natürlich einen Vorteil.

Mercedes: Bei dem Casting sind unter Tausenden von Bewerbern am Ende nur noch 15 für die Rolle übrig geblieben und dann standen noch freiwillige Workshops an. Diese entpuppten sich jedoch letztendlich als ein weiterer Teil des Castings, was wir jedoch zunächst nicht wussten. Viele haben sich gegen den Workshop entschieden, weil es sie nicht interessiert hat, aber ich habe mich darauf eingelassen, weil ich mir dachte, dass ich dort noch etwas lernen könnte. Am Ende des Workshops wurde mir dann erklärt, dass ich die Rolle bekommen habe.

Was hat sich durch die Serie in deinem Alltag verändert?

Facundo: Man kann nicht mehr unerkannt essen oder einkaufen gehen. Das ist natürlich eine enorme Veränderung. Durch die sozialen Medien hat man außerdem die Möglichkeit, seine Zuschauer ständig zu erreichen und nimmt so auch mehr Einfluss.

Samuel: Alles hat sich verändert. Vor allem die Zeiten. Ich glaube als Personen haben wir uns nicht so stark verändert. Es hat sich eher die Routine und die Verantwortung verändert. Vorher war man in seinem Handeln freier, denn es hat ja keiner einen gekannt. Nun haben wir eine Art „Chip“ im Kopf. Es ist zwar nicht unbedingt eine Einschränkung, aber man passt schon auf, was man tut.

Jorge: Also das, was am meisten aufgefallen ist, ist, dass man mich in Europa auf einmal auf der Straße erkannt hat und ich in zig Sprachen angesprochen wurde, die ich noch nicht einmal kenne. Jeder tut so, als würde er dich kennen und fragt, wie es einem geht. Ich habe diese Menschen noch nie gesehen, aber klar: Ich bin bei ihnen ja jeden Tag im Wohnzimmer im Fernsehen. Das ist das, was sich privat verändert hat. Auf den Beruf bezogen ist man an der Serie natürlich total gewachsen und sie stellt eine gute Plattform für spätere Jobs dar.

Empfindest du es als Druck, dass du für Kinder und Jugendliche weltweit ein Vorbild bist?

Mercedes: Vorbild sein ist wunderschön, aber natürlich erhöht es auch den Druck auf einen. Denn wir sind ja, wie schon schön gesagt, Vorbild für KINDER. Wir sind jedoch keine Kinder mehr und machen auch Dinge, die Kinder vielleicht nicht verstehen. Insofern muss man sich immer selber überprüfen, weil es natürlich auch eine große Verantwortung ist, ein Vorbild zu sein.

Candelaria: Ich würde es keinesfalls als Druck bezeichnen. Es macht uns stolz. Gestern haben Samu und ich noch darüber geredet, dass wir früher auch Fans waren und wie schön es ist, dass wir jetzt sozusagen auf der anderen Seite sind. Wir wissen nämlich ganz genau, wie es war, diese Idole zu haben. Ich bin jetzt 24 Jahre alt, aber erinnere mich immer noch ganz genau daran. Wir sind einfach wahnsinnig dankbar und stolz und für uns ist es auch eine einzigartige Möglichkeit, dass man uns als Beispiel nimmt. Nicht jeder hat diese Möglichkeit.

Samuel: Das ist richtig! Wir waren große Fans einer Serie, die so ähnlich ist wie „Violetta“ und wir haben schon gesagt, dass wir darüber mal ein Video machen müssten.

Hast du ein Vorbild?

Martina: Musikalisch betrachtet bin ich ein riesen Fan von Beyoncé und nach wie vor von Michael Jackson. Ich beschränke mich dort allerdings nicht auf eine einzige Person. Es gibt viele Künstler, die ich toll finde.

Samuel: Ich stöbere gerne mal auf Facebook rum und stoße da auf viele interessante Menschen. Ich würde sagen, ich bin ein Fan von allen, die Gutes tun, denn es gibt Menschen, die wirklich wunderbare Botschaften übermitteln. Ich bin beispielsweise ein riesen Fan der Schriftstellerin Cindy Jacobs und hatte erst kürzlich die Möglichkeit, sie mal persönlich kennen zu lernen. Ich habe ihre Bücher gelesen, als ich noch ganz jung war und war total aufgeregt vor dem Treffen. Da habe ich mich wieder wie ein richtiger Fan gefühlt.

Arcangelo: Bei mir ist es so, dass ich eigentlich nie ein Fan einer bestimmten Serie oder Person war. Natürlich habe ich Michael Jackson geliebt. Außerdem bewundere ich Sting und Bruno Mars. Letzterer singt meiner Meinung nach live sogar besser als auf CD. Ansonsten kann ich mich nur Samuel anschließen. Ich bin Fan von allen, die etwas Positives vermitteln.

Diego: Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich ein Fan in dem Sinne bin, aber ich bewundere Schauspieler wie Al Pacino, Javier Bardem oder Marlon Brando.

In welche Filmrolle würdest du gerne einmal schlüpfen?

Jorge: Natürlich kann man eine Rolle, die es schon gibt, nicht noch einmal besetzen, aber von der Art der Filmrolle könnte ich mir gut eine Rolle wie die von Heath Ledger als Joker in „The Dark Knight“ vorstellen, weil es eine wahnsinnige Herausforderung darstellt und man sich dafür aus seiner Komfort-Zone begeben muss.

Candelaria: Ich liebe Epochendramen aus dem Krieg und alle Filme aus den damaligen Zeiten. Ich finde einfach die Looks toll und ich fände es klasse, die Herausforderung anzunehmen, in eine Epoche aus der Vergangenheit zu schlüpfen.

Samuel: ICH WILL EIN SUPERHELD SEIN! Ich habe die „Avengers“ gesehen und war schon immer ein Fan von Superhelden. Das will ich wirklich unbedingt. Der Regisseur muss nur "Action" rufen und schon gehts zur Sache.

Könnt ihr euch für die Zukunft auch etwas anderes vorstellen als zu schauspielern?

Candelaria: Nein, dafür ist es zu spät. Das ist schon klar. Ich habe immer davon geträumt, zu schauspielern und jetzt habe ich das Glück, diesen Traum zu leben. So viele träumen davon, Schauspieler zu werden und Disney hat es mir ermöglicht. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals etwas anderes zu tun.

Samuel: Natürlich liebe ich das Schauspielern, aber ich würde auch gerne mehr interagieren. Ich könnte mir beispielsweise auch gut vorstellen, Menschen auf der Straße zu interviewen. Beispielsweise könnte ich jetzt dich interviewen. Es interessiert mich einfach, mehr über die Leute zu erfahren.

Wenn man dir ein Ultimatum stellen würde, würdest du dich eher fürs Singen oder Schauspielern entscheiden?

Candelaria: Das ist schwer, ich habe eine Leidenschaft für beides. Ich liebe alles, was live ist, aber ich wüsste nicht, wie ich mich da entscheiden sollte.

Samuel: Sing AND dance! Live!

Arcangelo: Für mich ist das auch schwer. Als Musical-Darsteller tue ich ja auch beides. Ich bin auch ein riesen Fan von Live-Musik und es ist einfach so, dass wenn man das eine eine Zeit lang macht, man das andere vermisst und umgekehrt. Müsste ich jedoch eine Entscheidung fällen, würde ich mich wahrscheinlich fürs Singen entscheiden.

Welchen Tipp würdest du Jugendlichen geben, die auch Schauspieler werden wollen?

Martina: Wie bei jedem anderen Beruf auch: Sich möglichst gut vorbereiten, lernen oder studieren. Wenn ich ein guter Gitarrist sein will, muss ich Gitarre lernen. Will ich ein guter Sänger sein, muss ich stetig an meinem Gesang arbeiten. Sich in die Arbeit hineinknien, ist der Schlüssel zum Erfolg.

Vielen Dank für das Interview!

Tourdaten
26. September: Stuttgart, Hans-Martin-Schleyer-Halle, 13.30 Uhr + 18 Uhr
27. September: Stuttgart, Hans-Martin-Schleyer-Halle, 14 Uhr
13. Oktober: Berlin, Mercedes Benz Arena, 18 Uhr
17. Oktober: Oberhausen, König Pilsener Arena, 14 Uhr + 18 Uhr
20. Oktober: Köln, Lanxess Arena, 18 Uhr
23. Oktober: Hamburg, Barclay Arena, 18 Uhr
24. Oktober: Hamburg, Barclay Arena, 14 Uhr
27. Oktober: Frankfurt, Festhalle, 18 Uhr
28. Oktober: Frankfurt, Festhalle, 18 Uhr

Sendehinweis
VIOLETTA, neue Folgen der zweiten Staffel, ab 28. September, montags bis freitags um 19.25 Uhr im Disney Channel.





Autorin / Autor: Deniz Klarhorst - Stand: 7. September 15
 
 

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