Sonja Heidemann

...arbeitet als Verfahrensmechanikerin bei der PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG in Blomberg

Ich heiße Sonja Heidemann und bin 29 Jahre alt. Meine Ausbildung zur Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik habe ich 2003 bei dem Unternehmen Phoenix Contact in Blomberg abgeschlossen. Ich arbeite jetzt schon seit mehr als 8 Jahren in meinem Job und es macht mir immer noch sehr viel Spaß! Es wird so schnell nicht langweilig. Phoenix Contact stellt elektronische Industriebauteile her, u.a. für die elektronische Interfacetechnik und die industrielle Automatisierungstechnik. Im Bereich Verbindungstechnik ist Phoenix Contact Weltmarktführer. Unsere Produkte finden sich zum Beispiel in der Automobilindustrie, der chemischen Industrie, der Energieversorgung, der Telekommunikation und vielen anderen Branchen wieder. Aber auch im täglichen Leben kannst du Dinge entdecken, die in einer Spritzgießmaschine hergestellt wurden, wie zum Beispiel eine Fernbedienung, ein Lineal oder auch die Figuren aus den Überraschungs-Eiern.

Was ist / macht eine VerfahrensmechanikerIn?
Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik sind in den gesamten Produktionsprozess eingebunden. Ist eine neue Bestellung von einem Kunden eingegangen, prüfen sie die Fertigungsunterlagen und planen den Arbeitsablauf. Zuerst bauen sie die formgebenden Werkzeuge auf die Maschine und richten die Maschinen ein. Nun berechnen sie die benötigte Menge an Kunststoffgranulat. Am Bildschirm geben sie die Parameter für die Fertigung ein: Dabei legen sie u.a. die Temperatur, bei der der Kunststoff geschmolzen werden soll, und die Dosierung der Werkstoffe fest.

Mein Tag in der Fertigung
Von der Nachtschicht erfahre ich, was zu tun ist und worauf ich eventuell achten muss. Dann verschaffe ich mir einen Überblick über die Qualität der Spritzgießteile und überprüfe die Maschineneinstellungen. Als Verfahrensmechanikerin habe ich im Schnitt sechs Maschinen zu betreuen. Wenn ein neuer Auftrag eingeht, baue ich das dafür vorgesehene Spritzgießwerkzeug auf die Maschine und stelle sicher, dass ich das richtige Granulat in der Maschine habe. Dann stelle ich die Parameter ein, z.B. die Temperaturen, durch die das Granulat aufgeschmolzen wird und die Geschwindigkeit, mit der ich die flüssige Kunststoffmasse in die Form spritze. Hierbei muss ich sehr genau arbeiten! Wenn dann die Teile so aussehen wie auf der Zeichnung vorgegeben, stelle ich die Überwachungen an der Maschine ein, um mögliche Fehler rechtzeitig zu erkennen.

Nun ist meine Aufgabe die Qualität sicher zu stellen. Hierfür mache ich bei allen Spritzgießmaschinen Stichproben! Ich gehe mindestens alle zwei Stunden rum, entnehme aus den Wannen vor den Maschinen Teile und überprüfe sie auf Spritzfehler und überprüfe die Maße. Sollten Teile nicht dem vorgegebenen Qualitätsstandard entsprechen, muss ich herausfinden, woran es liegt und den Fehler beheben.
Wenn ein Auftrag abgearbeitet ist, baue ich das Werkzeug wieder aus, und der Prozess geht von vorne los. Ich hole mir wieder einen neuen Auftrag, baue das Werkzeug auf die Maschine…

Wenn mein Arbeitstag zu Ende ist, gebe auch ich die Infos, welche Maschine läuft, was zu beachten ist und welche Maschinen noch fertig werden, an die nächste Schicht weiter.

Familienfreundlich
Als Frau und Mutter fühle ich mich bei Phoenix Contact sehr wohl! Ich habe beispielsweise zwei kleine Kinder und darf deshalb zurzeit in Frühschicht 25 Stunden in der Woche arbeiten! Das ermöglicht mir, mich selbst um meine Kinder zu kümmern und weiter in meinem Beruf zu arbeiten. Mir war es immer sehr wichtig, weiter berufstätig zu sein, auch mit Kindern.

Ich kann diesen Beruf jedem empfehlen der gerne an Maschinen arbeitet, sich nicht scheut, sich mal die Hände schmutzig zu machen und gerne im Warmen arbeitet

Aufstiegsmöglichkeiten:
Wer sich das Ziel gesetzt hat, beruflich voranzukommen, kann ebenso aus einer Palette an Angeboten zur Aufstiegsweiterbildung auswählen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk abzulegen. Auf Leitungs- und Spezialfunktionen, z.B. auf der mittleren Führungsebene, bereiten auch andere Weiterbildungen vor, wie beispielsweise Techniker/in der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik.

Neugierig geworden?
Wenn du jetzt neugierig geworden bist und das Gefühl hast, dass dieser Beruf auch etwas für dich ist, dann komm mich besuchen und ich zeige dir meinen Arbeitsplatz bei Phoenix Contact.
Wir freuen uns auf dich!

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