VegetarierInnen auf dem Vormarsch

Doppelt so viele wie 2006 essen kein Fleisch mehr - vorwiegend Frauen

Pünktlich zur Grillsaison kommt die gute Nachricht für Vegetarier und Veganerinnen: Ihr werdet immer mehr! Wie eine Repräsentativbefragung von AgrarwissenschaftlerInnen der Universitäten Hohenheim und Göttingen ergab, liegt der Anteil der Fleischlos-EsserInnen an der deutschen Bevölkerung (über 18 Jahre) nun bei gut 3,5 Prozent. Auch wenn es erstmal eine verschwindend geringe Zahl zu sein scheint - immerhin sind es ungefähr doppelt so viele wie zum Zeitpunkt der letzten repräsentativen Erhebung, der Nationalen Verzehrsstudie II aus dem Jahr 2006! Kein Wunder, denn in immer kürzer werdenden Abständen werden Fleischskandale und katastrophale Verstöße gegen den Tierschutz aufgedeckt.

Ganz auf tierische Produkte verzichtet dennoch nur eine sehr kleine Gruppe: der Anteil von VeganerInnen liegt unter einem halben Prozent. Dafür gibt es erstmals eine Erhebung der sogenannten Flexitarier, das sind Menschen, die bewusst möglichst wenig, nur ganz selten oder nur bestimmte Qualitäten von Fleisch essen. Er liegt immerhin bei 11,6 %. Und weitere 9,5 % der Befragten geben an, in Zukunft weniger Fleisch essen zu wollen. Aber: Die große, große Mehrheit, nämlich drei Viertel der Deutschen sehen in ihrem bisherigen Fleischkonsum überhaupt kein Problem.

Für Prof. Achim Spiller, der an der Universität Göttingen Lebensmittelmarketing lehrt, ist aber klar, dass sich viel mehr Menschen gegen Fleischkonsum entscheiden würden, wenn es mehr Informationskampagnen zum Thema Fleischproduktion und Naschhaltigkeit gäbe. damit "ließe sich der Anteil der Deutschen, die bereit wären, ihren Fleischkonsum einzuschränken, auf 60 Prozent steigern“, so der Experte. 

Je höher das  Einkommen desto weniger Schnitzel
Rund zwei Drittel der Vegetarier sind übrigens Frauen. Und entgegen weit verbreiterter Vorurteile sind es nicht die Jungen, die auf Fleisch verzichten, sondern Menschen jeden Alters. Allerdings "nimmt der Fleischkonsum mit steigendem Bildungsgrad und höherem Einkommen ab“, so Prof. Harald Grethe, Professor für Agrarpolitik an der Universität Hohenheim.

„Die Häufigkeit des Fleischkonsums wird maßgeblich von Gesundheitsmotiven bestimmt“, so Anette Cordts, die an der Universität Göttingen die Befragung koordiniert hat. „Tierwohl spielt insbesondere für die Vegetarier und bedingt auch für Flexitarier und reduktionswillige Fleischesser eine Rolle, relativ wenig dagegen für die große Gruppe der unbekümmerten Fleischesser. Auch Umweltschutzbedenken führen zu einem geringeren Fleischkonsum, allerdings ist in weiten Teilen der Bevölkerung bisher kaum ein Bewusstsein für die Umweltproblematiken der Produktion tierischer Lebensmittel vorhanden.“ Kein Wunder also, wenn rund 13,4 % der Befragten wahrscheinlich noch mehr Fleisch essen würden, wenn Fleisch billiger würde. (Noch billiger? fragt die LizzyNet-Redaktion)

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Autorin / Autor: Redaktion, Pressemitteilung; - Stand: 24 Juli 2013
 
 
 

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