Leuchtschabe und Harfen-Schwamm

Arizona State University kürt Top 10 der neuen Arten

Eine neongrün leuchtende Schabe, ein Mini-Frosch, ein kunstvoll geformter Schwamm, zu dessen Leibspeise Fleisch gehört - diese Neuentdeckungen aus dem Reich der Flora und Fauna gehören zu den Top 10 der neuen Arten, die die Arizona State University nun bereits zum sechsten Mal kürt.

Die "neuen" Arten sind dabei nicht immer wirklich neu, wurden aber erst im Vorjahr erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die Jury aus internationalen WissenschaftlerInnen, die aus 140 nominierten neuen Arten ihre persönliche Top 10 wählten, stand vor einer schwierigen Aufgabe. Schließlich gibt es eine Vielzahl interessanter neuer Lebensformen: Pilze, Bakterien, Pflanzen, Tiere. Jurymitglied Antonio Valdecasas vom Museo Nacional de Ciencias Naturales in Madrid erläutert seine Bewertungskriterien: "Wir gucken nach Organismen mit unerwarteten Eigenschaften oder Größen und solchen, die in seltenen oder schwer erreichbaren Lebensräumen leben. Und wir gucken nach Organismen, die bedeutsam für uns Menschen sind - die, die eine Rolle in unserem Lebensraum spielen oder die als enge Verwandte betrachtet werden."

Mit ihrer Top 10-Liste wollen die ForscherInnen unter anderem den Blick für die Lebensvielfalt auf unserem Planeten schärfen: "Anstatt den Himmel nach erdähnlichen Planeten abzusuchen, sollten wir es als oberste Priorität betrachten, die Biodiversität auf dem erdähnlichsten Planeten von allen zu erforschen: der Erde." sagt Quentin Wheeler vom International Institute for Species Exploration.

Die Top 10 2013, die allesamt 2012 entdeckt oder erstmals beschrieben wurden, sind:

- ein Minifrosch aus Neuguinuea,

- ein winziges Veilchen aus den peruanischen Anden, das mit maximal 1 cm Größe zu den kleinsten Blütenpflanzen der Welt gehört,

- die Schabe Lucihormetica luckae, die im Dunkeln leuchtet und in Ecuador entdeckt wurde,

- die Fliege Juracimbrophlebia ginkgofolia, die sich perfekt als Gingkoblatt tarnt

- die aus Malaysia stammende Florfliege Semachrysa jade, die durch einen Schnappschuss auf flickr berühmt wurde, auf den ein Insektenforscher aufmerksam wurde,

-  der Affe Cercopithecus lomamiensis aus der Demokratischen Republik Kongo, der durch seine menschenähnlichen Augen verblüfft,

- die Pilzart Ochroconis anomala, die sich mit Vorliebe von steinzeitlichen Wandmalereien ernährt - so entdeckt in der berühmten Höhle von Lascaux in Frankreich,

- die hübsch blühende und immergrüne Eugenia petrikensis aus Madagaskar stammt aus einem stark bedrohten Lebensraum und ist eine von sieben Neuentdeckungen in diesem Gebiet,

- die Schnecken fressende Schlange Sibon noalamina aus Panama, die eine giftige Schlange imitiert und in einem Gebiet lebt, das durch Erzminen immer mehr zerstört wird (daher der kämpferische Beiname: noalamina - Nein zur Mine)

- Und das Highlight: der an eine Harfe erinnernde fleischfressende Schwamm Chondrocladia lyra, der in 3.399 Meter Tiefe vor der kalifornischen Küste entdeckt wurde.

Ihr seht, die Erde auf der wir leben, hat noch viel Unentdecktes zu bieten. Lasst also den Blick nicht in den Himmel schweifen, sondern bleibt lieber auf dem Boden. Vielleicht entdeckt auch ihr auf einer Wiese, in einem verlassenen Schuppen, einer verwunschenen Lichtung im Wald ganz zufällig eine bislang noch unbekannte Art.

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Autorin / Autor: Pressemitteilung / Redaktion - Stand: 27. Mai 2013
 
 
 

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