Gemeinsame Sorgen, gemeinsame Hoffnungen
Am 12. August ist der Internationale Tag der Jugend. Dieses Jahr steht er unter dem Motto "Different Contexts, Common Aspirations"
Der Internationale Tag der Jugend ist jungen Menschen gewidmet. Wer jetzt massenhaft Partys und Fun-Events erwartet, irrt, denn tatsächlich geht es beim Internationalen Tag der Jugend vor allem um die Zukunft, um Nachhaltigkeit und um mehr Teilhabe und politisches Mitgestaltungsrecht für Jugendliche.
Der Tag wurde 1999 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, dabei steht immer ein Motto im Vordergrund. 2026 lautet das Motto "Different Contexts, Common Aspirations" (Unterschiedliche Kontexte, gemeinsame Bestrebungen).
Klingt etwas sperrig, soll aber deutliche machen, dass das Leben junger Menschen auf der Welt von sehr unterschiedlichen Bedingungen geprägt ist, sie aber über alle Grenzen hinweg ähnliche Wünsche und Hoffnungen haben: Junge Menschen wünschen sich ein würdevolles Leben, faire Chancen, sinnvolle Teilhabe, menschenwürdige Arbeit, hochwertige Bildung und eine nachhaltige Zukunft. Auch von den Problemen sind sie gleichermaßen betroffen: Wirtschaftliche Unsicherheit, der Klimawandel und den damit einhergehenden feindlicheren Lebensbedingungen sowie die rasant fortschreitende Digitalisierung kennen schließlich keine Grenzen.
Das Jahresthema will dabei einen besonderen Fokus richten auf junge Menschen in den am wenigsten entwickelten Ländern, den Binnenentwicklungsländern und den kleinen Inselentwicklungsstaaten. Jugendliche werden dort oft mit sich überschneidenden Herausforderungen konfrontiert, die mit Armut, Klimawandel, geografischer Isolation, begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten und ungleichem Zugang zu digitalen Technologien zusammenhängen.
Was die jungen Menschen weltweit verbindet, ist größer als das, was sie trennt.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterrez, betont in seinem Statement zum diesjährigen Tag der Jugend 2026, dass das, was junge Menschen weltweit verbindet, größer sei, als was sie trenne. Er fordert, ihnen müsse eine größere Rolle in Entscheidungsprozessen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene eingeräumt werden, sie müssten stärker als gleichberechtigte Partner:innen eingebunden werden und mehr Möglichkeiten zur Teilhabe erhalten - etwas, das in den meisten Ländern bisher kaum gegeben ist. Nahezu überall auf der Welt werden politische Entscheidungen überwiegend von den Interessen der älteren Generationen geprägt.
Darum wird auch immer wieder kritisiert, dass der Tag der Jugend eher symbolischen Charakter hat und an den Problemen, denen Jugendliche sich weltweit ausgesetzt sehen, kaum etwas ändert. Dennoch kann ein solcher Tag vielleicht helfen, die weltweite Solidarität unter jungen Menschen zu fördern, denn sie müssen gemeinsam in der Welt von morgen leben, die heute von anderen geschaffen wird.
Nutzt den Tag also, um eure Jugend zu feiern, die Energie, das Gefühl, dass noch so viel vor euch liegt und die Vielzahl an Möglichkeiten, die sich daraus für euch ergeben. Und vor allem, um euch vor Augen zu führen, dass es euer Recht ist, bei der Ausgestaltung der Zukunft mitzureden und mitzuwirken. Fordert dieses Recht ein und nutzt es, wann immer ihr könnt!
Quelle:
Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 12. August 2026