Ruperts Tagebuch - Zu nett für diese Welt

Autor: Jeff Kinney
Übersetzt von Dietmar Schmidt

Jeff Kinney wurde durch seine Kinder- und Jugendbuchreihe „Diary of a Wimpy Kid“ weltweit berühmt. Die witzigen, von ihm selbst illustrierten Tagebücher waren bereits im Erscheinungsjahr 2008 so populär, dass sie viermal verfilmt und in 61 Sprachen übersetzt wurden. Die Reihe umfasst mittlerweile stolze 14 Bücher.

Die Comic-Romane, hierzulande bekannt als „Gregs Tagebücher“, werden aus der Perspektive von Greg Heffley erzählt. Greg ist ein typischer Teenager, der die Schule hasst, gerne Videospiele spielt, häufig Stress mit seinem älteren Bruder Rodrick hat und generell von seiner Familie genervt ist. Er erlebt viele Abenteuer mit seinem besten Freund Rupert, der ironischerweise das krasse Gegenteil von ihm ist: Rupert ist ein Musterschüler, zu allen immer ausgesprochen nett und höflich – und er verliert  nie ein schlechtes Wort über seine Familie.

In „Ruperts Tagebuch – Zu nett für diese Welt! Jetzt rede ich“ wird die Handlung zum ersten Mal aus Ruperts Sicht geschildert. So fallen die sonst üblichen sarkastischen Kommentare von Greg weg und werden durch Ruperts freundliche, optimistische Sprüche ersetzt. Um das Ganze realistischer zu gestalten, hat Jeff Kinney eine eigene Zeichenart für Rupert entwickelt, die sofort ins Auge sticht, denn Rupert vergisst, die Nasen der Menschen aufzumalen. So kann man sich gut auf die neue Erzählperspektive einlassen. Trotz der fehlenden lustigen Bemerkungen von Greg kann Ruperts Tagebuch gut mit den bisherigen mithalten. An Gregs Tagebüchern fand ich besonders seine genervten Sprüche witzig, bei Rupert dagegen seine komplett unschuldige, naive Erzählweise.

In diesem Tagebuch finden sich viele Rückblenden, in denen Rupert bisherige Abenteuer schildert. Teilweise kennen wir diese schon, zum Beispiel wird auf einer Seite der „Käsefinger“ aufgegriffen, aber nur flüchtig, da Rupert vor allem neue Geschichten erzählen möchte. Es gibt viele kurze Erzählungen, beispielsweise „Frühe Jahre“, „Wie mir klar wurde, dass Greg nicht immer die Wahrheit sagt“ oder „Wie ich zwei Nächte hintereinander bei Greg übernachtet habe“. Dadurch hat das Buch keine klare Handlungsabfolge, sondern springt von einer Geschichte zur nächsten. Auf diese möchte ich gar nicht näher eingehen, um nichts vorweg zu nehmen, aber ich kann garantieren, dass sie wieder sehr unterhaltsam und kurzweilig geschrieben sind! Obwohl es Ruperts Tagebuch ist, konzentriert sich die Handlung überwiegend auf Greg und nicht auf seine Familie, wie es zum Teil bei Gregs Büchern der Fall ist.

Alles in allem ist Ruperts Tagebuch eine tolle Idee für eine neue Buchreihe, die dennoch bei den alten Charakteren bleibt und qualitativ auf jeden Fall mit den bisherigen Comic-Romanen mithalten kann. Ich hoffe, dass es in Zukunft mehr von Rupert geben wird, da wir bereits jede Menge von Greg erfahren durften, sein bester Freund dabei aber häufig zu kurz kam. Von mir gibt es für alle Fans von Greg Heffley eine klare Leseempfehlung!

Erschienen bei Baumhaus

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    Autorin / Autor: lucky2000 - Stand: 11. Juni 2019
     
     
     

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