Projekt Erde - Wendepunkt

Das Spiel macht auf die Probleme aufmerksam, die uns in Zukunft beschäftigen werden, sagt yelanah

Dass Weltretten nicht so einfach ist, wie die Superhelden es uns vormachen, ist vermutlich allen klar. Aber nie wurden die Probleme so eindrucksvoll dargestellt wie in Projekt Erde – Wendepunkt.

Die Umweltkatastrophen und Kriege haben eine verängstigte, kranke, aber zur Umkehr bereite Welt hinterlassen. Die Aufgabe des Spielers ist es nun, als Präsident der G.E.O. diese Welt in eine neue Zukunft zu führen. Dabei kommen nicht nur Umweltprobleme auf ihn zu, sondern auch politische und soziale Missstände müssen beseitigt werden. So muss man für die Bildung in der Welt sorgen, Krankheiten abwenden und für die Zufriedenheit der Bürger sorgen – denn nur wenn sie zufrieden sind, kann man auf ihre Unterstützung hoffen. Dennoch geht es – natürlich – in erster Linie um Fragen zum Thema Umwelt und Energie.

In der Zeitspanne von 2020 bis 2200, die das Spiel umfasst, kann durch über 100 entscheidende Strategien die Welt verbessert, aber auch verschlechtert werden. Über 1000 Einflüsse verändern die Erde der Zukunft. Dazu gehören Katastrophen wie Stürme, Fluten und Epidemien, aber auch Kriege oder Aufstände gegen die G.E.O. 50 verschiedene Tierarten sind vom Aussterben bedroht – Probleme, die wir auch jetzt schon kennen.

Ich denke, genau deswegen ist Projekt Erde – Wendepunkt so unglaublich wichtig. Es spricht alle Altersgruppen auf die Probleme unserer Welt an und macht auf die Probleme aufmerksam, die uns in Zukunft beschäftigen werden. Der Originaltitel des Spieles lautet nicht umsonst „Fate of the World“, also „Schicksal der Welt“. Und: Das Spiel macht trotz der ganzen Ernsthaftigkeit noch Spaß, aber um den Spaß allein geht's bei dem Spiel nicht, weil der Hintergrund wirklich ernst ist. Dennoch, wem Startegiespiele gefallen, der wird auch Gefallen an Projekt Erde - Wendepunkt finden!

Ich würde das Spiel generell für alle Altergruppen empfehlen, weil es ein Thema ist, mit dem man sich immer auseinandersetzen sollte. Da keine brutalen Aspekte gezeigt werden, halte ich es für okay, dass das Spiel keine Altersbeschränkung hat. Allerdings denke ich, dass jüngere Kinder das Spiel vielleicht noch nicht verstehen. Als "Grenze" wäre möglicherweise zehn Jahre okay.

Autorin / Autor: yelanah - Stand: 15. Mai 2012