Mit Künstlicher Intelligenz gegen Fake News

Forscher_innen entwickeln System, das Manipulationen und verfälschende Verwendung von Bildern aufspürt

Überall wird gerätselt und geforscht, wie man das Phänomen der Fake News in den Griff bekommen kann. Denn in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche haben falsche Meldungen nicht nur Hochkonjunktur, sondern auch die Macht, Menschen zu beeinflussen und zu falschen Annahmen und fragwürdigen Entscheidungen zu verleiten. Wissenschaftler_innen am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern arbeiten darum derzeit an Systemen, die helfen, Falschmeldungen anhand von Bildern zu erkennen.

Dass Fake News oft mit falschen, aus einem anderen Kontext stammenden oder manipulierten Bildern versehen werden, machen sich die Forscher_innen dabei zu Nutze. Der Prototyp des von ihnen entwickelten Systems "NewsVerifier“ überprüft nämlich in Form einer Browser-Erweiterung, ob ein angezeigtes Bild nicht schon einmal zu einem anderen Zeitpunkt und in einem anderen Kontext aufgetaucht ist. Die Entwicklerin des Prototyps Sarah Elkasrawi erklärt: „Mit einer invertierten Bildersuche werden zunächst die ähnlichsten Fotos gesucht und deren Zeitstempel überprüft. Anhand der Übereinstimmungen und des verknüpften Datums lässt sich feststellen, ob das Bild eventuell von einem früheren Ereignis stammt“, führt die DFKI-Forscherin weiter aus.

Darüber hinaus kann der NewsVerifier mit Hilfe eines speziellen Algorithmus herausfinden, ob Bilder manipuliert wurden. Dazu untersucht er inhaltliche Veränderungen zu ähnlichen Fotos. Eine weitere Funktion des Systems betrachtet den Text der Webseiten mit dem gefundenen Bildmaterial und filtert die wichtigsten Begriffe der Seite. So erhalten die Benutzer_innen einen schnellen Überblick über den Inhalt der Quelle und können damit den Zusammenhang zwischen Bild und Text prüfen.

Mit der Entwicklung der modernen Medien gibt es natürlich immer raffiniertere Methoden, um Bilder und Nachrichten zu manipulieren und täuschend echt aussehen zu lassen. "Intelligente Technologien bieten wiederum vielfältige Ansätze, um dies zu erkennen oder entgegenzusteuern“, so DFKI-Forschungsbereichsleiter Professor Andreas Dengel. Sein Team im Forschungsbereich Smarte Daten & Wissensdienste beschäftigt sich unter anderem mit „Digital Forensics“ - neuesten Methoden zur Detektion, Analyse und Auswertung von kriminellen Inhalten in sehr großen Datenbeständen sowie Verfahren zum Schutz vor betrügerischen Tätigkeiten in digitalen Medien und Kanälen.

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