Tatjana Gritzke

... arbeitet als Metallbaumeisterin  bei der Firma BSS Metallbau – Schiffsausbau GmbH & Co.KG in Lemgo

Hallo!

Ich heiße Tatjana, bin 31 Jahre jung und arbeite als Metallbaumeisterin bei der Firma BSS Metallbau – Schiffsausbau GmbH & Co.KG in Lemgo. BSS ist ein mittelständiges Metallbauunternehmen mit zurzeit ca. 150 Beschäftigten, davon 15 Azubis. Wir führen seit über 40 Jahren Metallbauarbeiten (Fenster, Türen, Fassaden, Treppenbau, Geländer, Messebau und Innenausbauten) aus und haben uns außerdem auf den Schiffsinnenausbau spezialisiert. Im Bereich Schiffsausbau arbeiten wir mit der Meyer Werft in Papenburg zusammen und statten dort unter anderem Schiffe wie AIDA oder Disney aus. Zu unseren Kunden zählen die private Wirtschaft, die öffentliche Hand, Banken, Planer und Architekten sowie private Bauherren.

Was macht eine Metallbauerin eigentlich?
Metallbauer/innen fertigen und montieren Bauteile des Metall- und Stahlbaus wie Fenster, Türen, Fassadenelemente, Überdachungen, Tore, Schutzgitter, Treppen, Treppengeländer, Handläufe. Sie führen ihre Arbeiten im Rahmen der vorgegebenen Arbeitsabläufe eigenständig alleine oder im Team durch. Metallbauerinnen arbeiten in Werkstätten oder im Freien, teilweise auf Arbeitsbühnen, Leitern und Gerüsten. Ihre Erzeugnisse sind häufig nach Kundenwunsch gefertigte Einzelstücke. Anhand technischer Zeichnungen be- und verarbeiten sie von Hand oder maschinell Leichtmetalle, Stahl und Kunststoffe. Bei der Montage vor Ort bauen sie Schließ- und Sicherheitsanlagen ein und installieren mechanische, hydraulische und elektrische Antriebe, z.B. für Tor- und Sonnenschutzanlagen. Darüber hinaus werden Reparatur-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten ausgeführt.

Mein Job ist …
… abwechslungsreich, vielfältig, kreativ und spannend!
Morgens um 6 Uhr beginne ich den Tag mit einer kurzen Einweisung der etwa 20 Mitarbeiter der Abteilung „Aluminium II – Schiffsausbau“, die ich leite, und bespreche die Tagesziele mit ihnen. Das heißt, ich sorge dafür, dass unsere Produktion läuft und es an keiner Stelle zu einem Engpass oder einem Stau kommt. Dafür muss ich schauen, dass immer genug Material (Profile, Schrauben, Dichtungen, Glas und vieles mehr) vorhanden ist und die angelieferte Ware auch an der richtigen Stelle ankommt. Und ich bin dafür verantwortlich, dass die passende Anzahl von Mitarbeitern anwesend ist. Ich bin Ansprechpartner bei Fragen der Mitarbeiter. Das können Fragen sein wie „Wo sind meine Schrauben für das Schloss?“ oder „Was mache ich mit der Scheibe, die einen Kratzer hat?“ oder „Wann werden die Profile geliefert, die ich zuschneiden soll?“. Außerdem überwache ich die Qualität der Produkte, die wir herstellen. Ich bin also einen Teil des Tages in der Abteilung unterwegs und schaue, dass die Kollegen ordentlich arbeiten. Zu meinem Job gehört aber auch Büroarbeit, also telefonieren und arbeiten am Computer. Wenn wir Türen für die Schiffe fertigen, programmiere ich ein Profilbearbeitungszentrum, lege die Profile ein und spreche mit den Kollegen, die diese Türen fertigen sollen, über den Ablauf. Das heißt, es wird besprochen, wann welche Tür fertig sein muss und welche Besonderheiten beachtet werden müssen. Mein zweiter Aufgabenbereich ist die Leitung der Ausbildung. Dieser Job fängt mit Bewerbungen lesen, Gespräche führen, Praktika betreuen und beurteilen an, geht über die Koordination der Ausbildung, die 3,5 Jahre dauert und in der unsere Auszubildenden alle unsere Abteilungen durchlaufen, auf Montage, in der Berufsschule und im Handwerkerbildungszentrum sind bis hin zum theoretischen und praktischen Unterricht mit den Auszubildenden im ersten Lehrjahr und dem Lernen für die Prüfungen. Desweiteren haben wir eine Kooperation mit einer Lemgoer Schule. Das bedeutet, dass ich zum Unterrichten in die Schule fahre, die Schüler zu uns in den Betrieb kommen und in der Lehrwerkstatt erste handwerkliche Fähigkeiten vermittelt bekommen. Wir unterstützen Veranstaltungen der Schule wie Bewerbungstraining oder Berufemesse aktiv mit unserer Teilnahme. Außerdem unterstützen wir auch andere Schulen, in dem wir Angebote wie den Berufsparcours oder den Bewerberfachtag mitgestalten. Das Besondere an meinem Job ist, dass ich nicht nur eine Aufgabe habe und somit eigentlich kein Tag wie der andere ist.

Wenn du mich in meinem Betrieb besuchen willst, können wir zusammen den Betrieb erkunden. Du kannst erleben, wie aus verschiedenen einzelnen Teilen Schiebtüren für ein AIDA-Schiff entstehen oder ein Fenster gebaut wird. Ich kann dir meinen Arbeitsplatz zeigen, und wir können einen ganz normalen Arbeitstag erleben, bei dem man morgens nicht immer weiß, was an dem Tag alles passiert. So wird es nie langweilig.

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