Mehr Zeit - mehr Flow

Studie zeigt: Wenn die Zeit verfliegt, dann erleben wir mehr Flow und werden produktiver

"Im Flow sein" meint, sich ganz und gar mit dem zu verbinden, was man gerade tut - ohne an die nächste Aufgabe zu denken, ohne sich zu beurteilen, ohne Hast. Ein Zustand, der sehr selten ist und in dem sich die Zeit aufzulösen scheint. Aber wann kommt es eigentlich zu diesem Gefühl? Studien zeigen, dass es besonders dann zu einem Flowgefühl kommt, wenn die eigenen Fähigkeiten perfekt übereinstimmen mit den Anforderungen einer Aufgabe. Fest steht: in solchen Momenten geht man vollkommen auf, in dem was man gerade tut und vergisst alles um sich herum, die Zeit scheint zu verfliegen.

Die Bedeutung der Zeit
Wssenschaftler der Hochschule Fresenius und der Ruhr-Universität Bochum konnten nun in einer Studie erstmals zeigen, dass sich dieser Zusammenhang umkehren und damit Flow-Erleben auch experimentell auslösen lässt. Weil in Phasen des Flows „die Zeit verfliegt“, hat das Forscherteam den Faktor Zeit näher betrachtet. Dazu manipulierten sie in mehreren Experimenten die Zeitwahrnehmung künstlich. Im ersten Versuch wurden den in zwei Gruppen aufgeteilten Teilnehmer_innen die gleichen Aufgaben wie z.B. Wortpuzzle gestellt. Einer Gruppe wurden zur Lösung 15 Minuten Zeit gegeben, der anderen wurden nur fünf Minuten eingeräumt. In Wahrheit hatten beide Gruppen aber zehn Minuten Zeit. Es stellte sich heraus, dass Teilnehmer_innen, die 15 Minuten erwartet hatten, eher das Gefühl bekamen, dass die Zeit verflogen ist. Dies führte dazu, dass sie auch eher angaben, Flow erlebt zu haben als dies in der anderen Gruppe der Fall war.

Ein Flow kommt selten allein
Eine weitere Erkenntnis, die die Forscher_innen hatten, war, dass einem nach einem Flow-Erlebnis die anschließende Tätigkeit offenbar besser von der Hand geht. So sollten die Proband_innen direkt im Anschluss eine ähnliche zweite Aufgabe lösen. Diejenigen, die während der ersten Aufgabe angegeben hatten, Flow erlebt zu haben, lösten die Folgeaufgabe besser und erlebten wieder mehr Flow als die Vergleichsgruppe, dieses Mal echten – da die Zeitwahrnehmung im zweiten Durchgang nicht manipuliert wurde.

Was folgt daraus für die Praxis?
„Entgegen der gängigen Praxis, Deadlines immer etwas zu knapp bemessen vorzugeben, lässt sich aus unseren Ergebnissen für die Praxis ableiten, dass man die Dauer von Tätigkeiten so gestalten sollte, dass jemand etwas schneller mit einer Aufgabe fertig sein kann“, so Prof. Christandl. „Hat man beispielsweise eine Stunde Zeit für eine Tätigkeit eingeplant, ist aber früher damit fertig, fühlt man sich gut und löst auch die Folgeaufgaben besser. Aber auch andere Faktoren wie Autonomie oder Mitbestimmungsrecht spielen bei Flow und Arbeitsperformance natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle“, erklärt der Wirtschaftspsychologe.

Wen ihr euch also demnächst an unliebsame Aufgaben heranmacht, plant einfach etwas mehr Zeit dafür ein - möge der Flow mit euch sein ;-).

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 1. März 2018
 
 
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