Mach mal Pause!

Forscher: Das Gehirn braucht informationsarme Phasen

Bild: LizzyNet

Ein ruhendes Gehirn leistet wichtige Arbeit! Es mag merkwürdig klingen, aber unser Denkorgan braucht ab und zu Leerlauf, um die Spreu vom Weizen zu trennen, Informationen aus- und einzusortieren und wichtige Dinge dauerhaft abzuspeichern. Wer sich ununterbrochen und in jeder Lebenssituation mit seinem Smartphone und den neusten Statusmeldungen auf facebook beschäftigt, risikiert eine Informationsüberlastung, die die weitere Arbeit des Gehirns schwer behindert. Das zumindest meint der Forscher Erik Fransén vom Königlichen Institut für Technologie in Stockholm, der sich in seienr Forschung vor allem mit der Arbeit des Kurzzeitgedächtnisses beschäftigt.

Drei bis vier Dinge - mehr nicht!
Grund für die Überlastung ist ein begrenztes Arbeitsgedächtnis, auch bekannt als Kurzzeitgedächtnis. Dieses brauchen wir, wenn wir kommunizieren und es hilft uns, die Informationen herauszufischen, die wir für die jeweilige Kommunikationssituation benötigen. Es ist auch der Teil des Gehirns, der beansprucht wird, wenn wir online sind und uns bestimmte gefundene Inhalte merken möchten.
Allerdings ist das Arbeitsgedächtnis auch sehr begrenzt. Mehr als drei bis vier Dinge gleichzeitig kann es behalten, wird aber versucht, es mit noch mehr Inhalten zu füttern, dann versagt es. Der ständige Informationsbeschuss (simsen, während man fernsieht, chatten, surfen und telefonieren gleichzeitig) traniert das Gehirn nicht etwa, sondern behindert es und führt zu einer schlechteren (Merk-)Leistung.

Aufräumen in der Info-Pause
Wenn dann noch der wichtige Leerlauf wegfällt, kann es seinen wichtigen Aufräumarbeiten nicht nachkommen. Wenn wir auch glauben, der Leerlauf für das Gehirn sei die reinste Zeitverschwendung, ist es genau das Gegenteil: das Gehirn benötigt Phasen mit wenig Input, um die bereits eingegangenen Informationen richtig zu verarbeiten.
Wenn wir unsere wachen Phasen ständig mit der Beschäftigung mit unseren technischen Geräten ausfüllen, kann das nicht funktionieren, meint Fransén.

Gönnt euch also ab und zu mal eine kleine "Info-Pause", döst mit offenen Augen, starrt an die weiße Wand, vergesst faceook, vergesst euer Handy und lasst den Geist einfach mal im Leerlauf-Modus vor sich hindümpeln. Euer Arbeitsgedächtnis wird es euch danken!

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 23. September 2013
 
 

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