KI-Betrugsmaschen werden unterschätzt

BSI Cybersicherheitsmonitor 2026: Nur ein Fünftel überprüft, ob ein Inhalt möglicherweise KI-generiert ist

Fühlt ihr euch in der Lage KI-generierte Inhalte zu erkennen? Also, zum Beispiel Videos oder Bilder, die euch irgendwie verdächtig oder unwahrscheinlich vorkommen? Etwa, wenn eigentlich seriöse Prominente in einem Video für Anlagemöglichkeiten werben, die unglaubliche Gewinne versprechen. Und würdet ihr das dann genauer anschauen und überprüfen, ob das echt ist oder Fake? Das macht tatsächlich nur eine Minderheit. Das hat die aktuelle Befragung Cybersicherheitsmonitor 2026 des Bundesamtes für Sicherheit und Informationstechnik ergeben. So hat nur ein Drittel der Befragten z. B. schon einmal nach Unstimmigkeiten wie etwa fehlerhaften Schatten oder Gliedmaßen gesucht (28%). Noch weniger haben schon einmal die Quelle eines Bildes oder Videos überprüft (19 %).

BSI-Präsidentin Claudia Plattner sagt „KI-generierte Inhalte sind längst im Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen. Um Risiken und Falschinformationen zu identifizieren, ist es daher unverzichtbar, zu erkennen, welche Inhalte, Beiträge und Darstellungen in der Online-Welt KI-generiert sind."

Bei der Befragung zeigte sich, dass mehr als die Hälfte der Befragten im Internet schon KI-generierten Bilder oder Videos begegnet (59 %) ist. Weitere 17 Prozent hatten zumindest schon einmal den Verdacht, dass ein Inhalt KI-generiert sein könnte. Ungefähr die Hälfte geht davon aus, KI-generierte Bilder und Videos als solche erkennen zu können (47 %). Aber sie nutzen sie diese angenommen Fähigkeiten nicht.

Mehr Sensibilisierung nötig

Auch halten viele Angriffsszenarien und kriminelle Methoden für technisch nicht machbar. Dass zum Beispiel ein:e Betrüger:in mit einer KI eine fremde Stimme imitiert, sich als Verwandte:r ausgibt und um Geld bittet, halten nur 54 % für technisch möglich.
Dass ein KI-System, etwa ein KI-Agent, von Kriminellen manipuliert wird, damit es sensible Daten weitergibt, glaubt nur etwa ein Drittel.

Der Cybersicherheitsmonitor zeigt damit auch, dass es hier Nachholbedarf gibt und die Menschen auch stärker dafür sensibilisiert werden müssen, was KI Betrüger:innen für Dienste leisten kann.

Das Informationsangebot des BSI stellt für darum gut verständliche Informationen rund um KI bereit: Dazu zählen etwa eine Hilfestellung, wie KI-generierte Bilder erkannt werden können und der "Wegweiser für den digitalen Alltag: KI sicher nutzen“.

Quelle

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Autorin / Autor: Redaktion  / Pressemitteilung - Stand: 17. April 2026