Kann ein Roboter Menschen trauen?

hitchBOT reist per Anhalter durch Kanada

Der ein oder andere Autofahrer in Kanada wird sich in den kommenden Wochen die Augen reiben, wenn er am Straßenrand einen mehr als ungewöhnlichen Tramper erblickt. Einen kleinen, etwas seltsam aussehenden Roboter namens hitchBOT, mit Gummistiefeln an den Füßen, einer Tortenglocke als Kopf, zwei Armen aus abgeschnittenen Schwimmnudeln und Händen aus Gartenhandschuhen.

hitchBOT hofft auf hilfsbereite Autofahrer, die ihn bei seiner großen Mission unterstützen: einmal quer durch Kanada zu reisen – von Halifax in Nova Scotia bis Victoria auf Vancouver Island.

Wissenschaftler der kanadischen Universitäten Ryerson und McMaster haben dieses ungewöhnliche Projekt – eine Mischung aus Kunstprojekt und Sozialstudie – ins Leben gerufen. Sie möchten damit in Erfahrung bringen, wie Menschen in unkontrollierter Umgebung auf den intelligenten Roboter reagieren und drehen damit die Frage, ob Menschen Robotern vertrauen können, einfach mal um.

Auch wenn hitchBot rein optisch nicht viel zu bieten hat, in ihm schlummern zahlreiche Talente. Sprechen zum Beispiel. Dank einer integrierten Sprachsoftware plappert der Kleine munter drauf los. Dass ihm dabei nie die Gesprächsthemen ausgehen, dafür sorgt eine Schnittstelle zur Online-Enzyklopädie Wikipedia. Ein LED-Bildschirm erlaubt es ihm, eine Bandbreite menschlicher Gesichtsausdrücke zu imitieren und seine Gespräche mimisch zu untermauern. Außerdem wird hitchBOT seine Reise-Erlebnisse aufzeichnen, Fotos machen und sie auf sämtlichen Social Media-Kanälen veröffentlichen. Autofahrer, die nicht gerne im Rampenlicht stehen, sollten also an hitchBOT besser vorbeifahren. Wer sich dem etwas komischen doch irgendwie auch charmanten Roboter jedoch nicht entziehen kann, lässt ihn einsteigen, stellt ihn seiner Familie vor oder nimmt ihn zur ein oder anderen Party mit. Kurze Unterbrechungen der Reise sind erlaubt.

Apropos einsteigen: hitchBOT bittet darum, von seinen Chauffeuren sanft ins Auto gehoben zu werden, denn bis auf das typische „Daumen hoch“ Tramperzeichen, kann er sich nicht bewegen. An den Zigarettenanzünder möchte er dann auch noch angeschlossen zu werden, um seine Energiereserven aufzufüllen und Anschnallen bitte nicht vergessen.

Mithilfe eines GPS-Senders können Fans und Entwickler immer sehen, wo hitchBOT sich gerade befindet. Dass der Roboter Opfer von Unfällen oder Vandalismus wird, bleibt nicht zu hoffen. Wir sind gespannt, was hitchBot berichten wird und drücken ihm für seine Reise ab dem 27. Juli fest die Daumen!

Quelle:

Autorin / Autor: Redaktion / EG
 
 
 

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