100 % Menschenwürde

Vom 16. bis 29. März finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt

„100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“: Unter diesem Motto finden auch in diesem Jahr wieder die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. „In diesen Zeiten kommt es mehr denn je darauf an, dass wir gemeinsam ein Zeichen für Menschenwürde setzen“, sagt Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus in Darmstadt. „Für Vielfalt, Demokratie und ein friedliches Miteinander.“

Und die Menschenwürde steht tatsächlich mächtig unter Beschuss: Da ist das Erstarken rechtsextremer Parteien, die in immer größerer Fraktionsstärke in die Parlamente gewählt werden, die Zunahme tagtäglicher rassistischer und antisemitischer Übergriffe und nicht zuletzt die immer menschenfeindlicher werdende Asyl- und Migrationspolitik, die viele zugewanderte Menschen ausgrenzt und ihre Familien in große Angst vor Abschiebung versetzt. Es gibt tausende Gründe also, sich mit den verschiedenen Gesichtern von Rassismus zu beschäftigen...

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) finden jedes Jahr um den 21. März herum statt. Ziel ist die Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft und das Empowerment von Betroffenen. Vom 16. bis 29. März sind in Deutschland viele Aktionen geplant. Bereits jetzt seien über 3.500 Veranstaltungen gemeldet, berichtet Micksch. „Das ist ein Rekord. Hinzu kommen über 2.000 religiöse Feiern. Insgesamt ist wieder mit über 300.000 Teilnehmenden zu rechnen. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus werden zu einer immer stärkeren Bewegung für Menschenwürde und Demokratie sowie gegen Hass und Hetze“ – so Micksch weiter.

Engagement für Menschenwürde

Jedes Jahr engagieren sich rund um den UN-Tag gegen Rassismus am 21. März tausende Menschen ehrenamtlich bei vielfältigen Veranstaltungen. Sie bieten Workshops an, führen Theaterstücke auf, zeigen Gesicht bei Fotoaktionen, bringen Plakate an, rufen zu Kundgebungen auf, oder laden zu Nachbarschaftsfesten ein.
Ob Feuerwehr, Sportvereine, Kommunen, Schulen, Gemeinden, Wohlfahrtsverbände, Initiativen oder Unternehmen: Menschen aus allen Lebensbereichen machen mit und zeigen klar Flagge gegen Rassismus, Antisemitismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. „Das ist dringend erforderlich, denn das sind Wurzeln für den zunehmenden Rechtsextremismus“, betont Micksch.

Der „Internationale Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ findet jedes Jahr am 21. März statt. Eingeführt wurde er 1966 von den Vereinten Nationen – zum Gedenken an das Massaker im südafrikanischen Sharpeville: Am 21. März 1960 wurden 69 friedlich Demonstrierende gegen die Apartheid getötet. Weltweit will der Tag das Engagement für Menschenwürde und gegen Rassismus stärken. „Die UN-Wochen wollen Mut machen für ein gutes und freundliches Miteinander“, betont Jürgen Micksch.

Hier findet ihr einen Veranstaltungskalender

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Autorin / Autor: Redaktion  / Pressemitteilung - Stand: 19. März 2026