Haut-Diäten meist unnötig

Dermatologin: Der Einfluss der Nahrung auf das Hautbild wird überschätzt

Kokosöl ist gut für die Haut? Grüne Smoothies verhindern Mitesser? Schokolade macht Pickel?

Nahrungsmitteln wird ein großer Einfluss auf die Haut zugesprochen und unreine, schuppige oder pickelige Haut auf eine schlechte Ernährung geschoben. Zu Unrecht, meint die Dermatologin Rajani Katt von der University of Texas, die ausdrücklich davor warnt, den Einfluss der Ernährung auf die Haut zu überschätzen und dafür unnötigerweise auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten. Zwar könne die Ernährung in bestimmten Fällen Einfluss auf das Hautbild haben, aber in den meisten Fällen sei das wissenschaftlich nicht belegt. Vor allem würden bei Hautproblemen Nahrungsmittelallergien überbewertet. Mit wenigen Ausnahmen spielen sie nur eine kleine Rolle bei Hautproblemen und sind nur sehr selten der Auslöser. Insofern mache es auch keinen Sinn, prophylaktisch alles Mögliche wegzulassen, gegen das man allergisch sein könnte.

Gluten für die meisten Menschen völlig unproblematisch
So wird etwa das Klebereiweiß Gluten das in vielen Getreideprodukten vorkommt, irrtümlicherweise als entzündungsfördernd wahrgenommen. Tatsächlich ist das nur der Fall, wenn man tatsächlich eine Gluten-Allergie oder -Sensitivität hat. Für alle anderen ist Gluten völlig unproblematisch.
Die Dermatologin hält grundsätzlich Ausschlussdiäten für problematisch, weil möglicherweise so wichtige Nährstoffe und eine ausgewogene und vielseitige Ernährung zu kurz kommen. In dem Versuch, bestimmte Mängel auszugleichen, nehme man dann vielleicht auch zuviel von künstlich zugeführten Ersatzpräparaten zu sich, was auch schädlich sein kann.

Hautdiäten meiden, gesund essen!
Wer unter Akne, Neurodermitis oder anderen unschönen Hauterkrankungen leidet, lässt sich am besten von Dermatolog_innen beraten. Die können auch helfen herauszufinden, ob und wenn ja welche Nahrungsmittel möglicherweise einen positiven oder negativen Effekt auf das Hautbild haben.
Von Beauty-Blogger_innen, Unternehmen oder dubiosen Gesundheitsseiten empfohlene Haut-Diäten solltet ihr lieber meiden. Hier werden oft anhand von Einzelfällen wahre Wunder versprochen, die einer wissenschaftlichen Untersuchung nicht stand halten. Nicht selten stehen auch Unternehmen hinter solchen Empfehlungen, die ihre diversen Wundermittelchen, Pülverchen oder Superfoodingredenzien unters Volk bringen wollen.
Was natürlich nicht heißt, dass eine gesunde Ernährung nicht anstrebenswert wäre. Sie ist gut für den ganzen Körper und damit auch für die Haut. Der neue Pickel auf eurer Stirn kommt aber trotzdem weder von der Schokolade noch von den fettigen Pommes, die ihr euch ausnahmsweise mal gegönnt habt.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 31. Juli 2018
 
 
 

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