Giftige Farbenpracht

ÖKO-TEST Tattoofarben: Randvoll mit gesundheitsschädigenden Substanzen

Wer schön sein will, muss leiden. Diese Weisheit ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen gab und gibt es Schönheitstechniken, die schmerzhaft, giftig oder sogar verstümmelnd sind. Glücklicherweise kann jeder selbst entscheiden, wie und wo und mit was er seinen Körper ver(un)zieren möchte, aber manchmal würde sich der ein- oder andere bleibende Schaden verhindern lassen, wenn die Anbieter der Verschönerungen ein seriöses Handwerk betreiben würden.

Tattoos etwa sind eine gängige und kulturell lang erprobte und verbreitete Technik. "Topmodels" stolzieren heute ebenso mit Tattoos durch die Gegend wie Lieschen Müller von nebenan. Umso unverständlicher ist es, dass noch immer Farben dafür verwendet werden, die extrem gesundheitsschädliche Stoffe enthalten.

Seit Jahren schlagen deutsche und EU-Behörden Alarm, weil in Tattoofarben krebserregende und verbotene Stoffe stecken. Doch getan hat sich seither nicht viel, wie das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST zeigt.
Offenbar werden in der Tätowiermittel-Verordnung festgehaltende Vorschriften kaum eingehalten und Verstöße nicht wirklich verfolgt. Tattoofarben werden wie Arzneimittel direkt in den Körper unter die Haut gestochen. Funde von Tattoofarben in Lymphknoten deuten schon länger darauf hin, dass die Farben nicht in der Haut bleiben. Eine aktuelle Untersuchung von 20 schwarzen und farbigen Tätowierfarben, die das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST für die aktuelle Januar-Ausgabe durchgeführt hat, zeigt, dass knapp die Hälfte der getesteten Produkte laut Laboranalyse nach wie vor randvoll mit gesundheitsschädigenden Substanzen ist. Jede dritte Farbe hätte der Untersuchung zufolge überhaupt nicht verkauft werden dürfen. In ihnen stecken krebserregende und krebsverdächtige Substanzen.

In gelben und grünen Farben hat das Labor etwa aromatische Amine gefunden. Diese krebserregenden Stoffe sind nach der deutschen Tätowiermittelverordnung verboten. Eine andere Farbe enthielt krebserregende Nitrosamine. Die Substanzen kommen als Verunreinigung mit den Pigmenten in die Tattoofarben, was laut Tätowiermittelverordnung ebenfalls verboten ist. Im Schwarz zweier Marken wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe nachgewiesen, und zwar in Gehalten, für die die deutschen Kontrollbehörden einen Verkaufsstopp verhängen würden.
Die krebsverdächtigen PAK-Rückstände entstehen bei der Herstellung von Rußschwarz. Ihr Nachweis zeugt von einer schlechten Qualität des eingesetzten Rußpigments. Und die Schadstoffliste ist noch nicht zu Ende: ÖKO-TEST entdeckte zudem krebsverdächtiges Formaldehyd/-abspalter und Konservierungsmittel wie Benzoisothiazolinon, das ein hohes Potenzial besitzt, für eine Kontaktallergie zu sensibilisieren. In sieben Produkten stecken umstrittene halogenorganische Farbstoffe und in zwei Farben das Allergen Nickel.

Wenn euch nach dieser Giftstoffliste die Lust auf ein cooles Tattoo noch nicht vergangen ist, dann empfehlen wir euch einen Blick in die Testergebnisse und die Wahl eines gewissenhaften Tatto-Studios. Denn immerhin - ein paar Farben sind nicht belastet. Bei der Farbe Schwarz waren es drei von 20 getesteten Produkten.

Lest den sehr ausführlichen Bericht im Netz

Autorin / Autor: Pressemitteilung / Redaktion - Stand: 4. Januar 2013
 
 
 

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