Frisch verliebt braucht Vielfalt

Studie offenbart, dass wir in unsicheren Beziehungssituationen anders konsumieren

Verspürt ihr machmal einen seltsamen Drang danach, mal etwas anderes auszuprobieren als euer gewohntes Lieblingsessen? Eine Marke zu kaufen, die ihr nicht kennt? Dann könntet ihr möglicherweise frisch verliebt sein, wenn man einer neuen Studie Glauben schenkt. Laut den Studienautor_innen tritt der Wunsch nach mehr Vielfalt häufiger bei verliebten Menschen auf, weil damit die Unsicherheit übertüncht werden könne, ob die angebetete Person die romantischen Gefühle erwidert oder nicht. Die Suche nach Abwechslung sei demnach ein symbolisches Mittel, um das eigene Kontrollgefühl wiederherzustellen, so die Wissenschaftler_innen.

Die Forscher_innen entdeckten diesen Trend in einer Studienreihe, von denen eine die Teilnehmer_innen aufforderte sich vorzustellen, dass sie Joghurt kaufen wollten. Sie konnten sich dabei zwischen einer einzigen Sorte entscheiden oder einer Packung mit fünf verschiedenen Geschmacksrichtungen. Anschließend beantworteten die Teilnehmer_innen dann noch mehrere andere Fragen, darunter auch die, ob sie derzeit verliebt waren. Bei den Ergebnissen zeigte sich dann, dass die Verliebten eher zu der variantenreichen Joghurtpackung neigten als die anderen.

Auch ein anderes Experiment bestätigte dieses Verhaltensmuster. Hier sollten die Teilnehmer_innen entweder einen Artikel über das Alltagsleben verschiedener Menschen schreiben, oder eine persönliche, anschauliche Geschichte mit dem Titel "Ich habe mich verliebt" ersinnen. Anschließend wurden ihnen zum Dank vier Stücke Kaubonbons mit fünf Geschmacksrichtungen angeboten. Auch hier wählten wieder jene mit den Liebesgeschichten mehr Geschmacksrichtungen aus als diejenigen, die über einen typischen Tag geschrieben hatten.

Der Grund für dieses Verhalten liegt laut Studienautorin Irene Huang, Professorin an der Nanyang Technological University in Singapur, darin, dass eine Vielzahl von Entscheidungen ein Gefühl der Beherrschung über die eigene Umgebung erzeugen könne und somit eine Quelle der persönlichen Kontrolle dienen könne.

Die Ergebnisse könnten laut Huang auch für Werbetreibende interessant sein, denn viele machen ihren Beziehungsstatus über Social Media öffentlich. Da sei es ein Leichtes für Unternehmen, für ihr vielfältiges Angebot zu werben.

Falls ihr euch also demnächst über euch selbst wundert, dass ihr plötzlich so anfällig für vielfältige Angebote seid, dann stecken möglicherweise romantische Gefühle dahinter ;-).

Quelle:

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