Fasten ist beliebt

DAK-Umfrage zur Fastenzeit: Top 3 sind Verzicht auf Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch

Am Aschermittwoch hat die christliche Fastenzeit, am 19. Februar fast zeitgleich der muslimische Fastenmonat Ramadan begonnen. Während im Ramadan bis Sonnenuntergang vollständig auf Essen und Trinken verzichtet wird, wird das christliche Fasten eher ein freiwilliges Weglassen einzelner Lebensmittel oder schlechter Gewohnheiten, wie z.B. übertriebener Medienkonsum oder unnötiger Konsumwahn.
Bei beiden Fastenarten geht es aber unbedingt um Beschränkung und schon gar nicht um eine Diät, sondern um Besinnung auf die Dinge, die wirklich zählen, um "innere Einkehr", Mitgefühl und oft, aber nicht immer, eine Auseinandersetzung mit dem Glauben. Fasten wird aber bei weitem nicht nur von Gläubigen praktiziert.

Vor allem junge Menschen finden den Fastengedanken offenbar positiv, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage zum Thema Fasten der DAK-Gesundheit für 2026 zeigt. Demnach finden 85 Prozent der unter 30-Jährigen einen bewussten Verzicht auf Genussmittel und Konsumgüter sinnvoll. Die geringste Fasten-Motivation haben über 60-Jährige. Hier können sich 62 Prozent vorstellen zu fasten. Insgesamt sehen 70 Prozent aller Befragten Fasten aus gesundheitlicher Sicht als sinnvoll an. Die Top 3 der Verzichtsliste 2026 sind Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch.

Halb Deutschland hat schon einmal gefastet

Jede und jeder zweite Befragte gab in der DAK-Umfrage an, schon mehrmals gefastet zu haben. Beim Fasten würden drei Viertel der Menschen in Deutschland am ehesten auf Alkohol (75 Prozent) und Süßigkeiten (71 Prozent) verzichten. Rund die Hälfte der Befragten würde kein Fleisch mehr essen (52 Prozent) und das Rauchen aufgeben (48 Prozent). 37 Prozent der Menschen in Deutschland würden den Fernsehkonsum einschränken und gut ein Viertel auf das Smartphone und Internet verzichten (27 Prozent). Jede und jeder fünfte Befragte würde das Auto stehen lassen (20 Prozent).

Generationenunterschiede im Fleisch-Verzicht

Bei den unter 30-Jährigen steht der Fleisch-Verzicht hoch im Kurs: 66 Prozent der Jüngeren können sich vorstellen, in der Fastenzeit kein Fleisch zu essen. Dieser Wert liegt deutlich über dem Bundesschnitt. Im Gegenteil dazu können sich nur 48 Prozent der über 60-Jährigen vorstellen, auf Fleisch zu verzichten. Das ist der niedrigste Wert aller Altersgruppen.

Ob aus religiösen, gesundheitlichen oder ethischen Gründen: eine Weile auf etwas zu verzichten, das man sonst ganz selbstverständlich konsumiert, tut Körper, Seele und meistens auch der Umwelt gut. Es schärft zudem den Blick für Dinge, die wirklich zählen und solche, die wir vielleicht gar nicht (so oft) brauchen.

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Autorin / Autor: Redaktion