Mitläufer oder Jäger und Sammler?

Studierende erforschen das Erfolgsgeheimnis von Pokémon Go und definieren vier Nutzertypen

Mit 21 Millionen aktiven Nutzer_innen täglich ist Pokémon Go das bislang erfolgreichste Onlinespiel der amerikanischen Geschichte. Warum Millionen von Menschen sämtlichen Alters Pikachu und Co jagen, hat eine zwölfköpfige Gruppe Bachelor-Studierender der ISM Hamburg gemeinsam mit ihrer Hochschullehrerin Prof. Dr. Ute Rademacher aus psychologischer Perspektive untersucht. "Um die Bedürfnisse zu erkunden, die das Spiel anspricht und so erfolgreich macht, haben die Studierenden 24 Tiefeninterviews geführt, qualitativ analysiert und in vier Nutzertypen eingeteilt", erklärt ISM-Professorin Dr. Ute Rademacher.

Die vier Nutzertypen unterscheiden sich anhand ihrer psychologischen Motivstruktur und ihres Nutzungsverhaltens voneinander.

Die Mitläufer
Mitläufer spielten Pokémon Go, weil ihre Freunde es spielen, aus Nostalgiegründen und wegen der Bewegung. "Der Mitläufer erhofft sich mehr Geborgenheit, Freundschaft und Zuwendung", erläutert ISM-Studentin Leonie Schmielau. "Gleichzeitig hat er Angst davor, ausgeschlossen zu werden, wenn er nicht mehr mitspielt."

Das Alphatier
Die Konkurrenz ist sein größter Antrieb - das Alphatier misst sich gerne mit anderen und möchte unbedingt besser sein als seine Freunde. Erst, wenn er alle Pokémons gefangen hat, würde er aufhören zu spielen. Er hat Versagensängste, wenn er keine leistungsstarken oder zu wenig Pokémons fängt.

Jäger und Sammler
Im Gegensatz zum Mitläufer und dem Alphatier sind Jäger und Sammler eher entspannte Pokémon Go-Spieler_innen. Was zählt, ist das Erfolgsgefühl, wenn ein Pokémon gefangen wird. Diese Erfolgserlebnisse im Spiel erfüllen das Grundbedürfnis nach Selbstwerterhöhung.

Entertainment-Seeker
Aus Neugierde haben Entertainment-Seeker angefangen, Pokémon Go zu spielen. Nun spielt er oder sie es als Zeitvertreib, zum Beispiel beim Warten an der Bushaltestelle. Ihnen geht es um den Spaß an der Sache, weniger um das Gewinnen. Hier wird vor allem das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung durch Pokémon Go gestillt.

Bei einer kleinen Umfrage in der LizzyNet-Redaktion haben wir übrigens noch zwei weitere Typen ausfindig gemacht: diejenigen, die sich von Anfang an dem Hype entzogen haben und diejenigen, die es aus reiner Neugier mal ausprobiert, die App dann aber ganz schnell wieder vom Smartphone verbannt haben. Zu welchem Typ gehört ihr?

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Autorin / Autor: Pressemitteilung ISM Hamburg - Stand: 13. Dezember 2016
 
 

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