Die Zeit läuft

"Fridays for Future" Demonstrationen für den Klimaschutz gehen weiter, aber nicht alle solidarisieren sich.

Schülerinnen in Köln bei "Fridays for Future" Demonstration

"Schwänzen fürs Klima"? In vielen Medien wird unter diesem Titel über die Demonstrationen für mehr Klimaschutz berichtet, die unter dem Motto "Fridays for Future" jeden Freitag in vielen Städten Deutschlands stattfinden. Dabei hat das Engagement der Schüler_innen wohl kaum was mit "Schwänzen" zu tun. Wer schwänzt, stellt sich nicht um 9 Uhr morgens bei Minusgraden auf die Straße und hält Schilder hoch. Vielmehr zeigen die Schülerinnen und Schüler das, was Politiker_innen von der jungen Generation doch immer einfordern: politische Teilhabe! Sie nutzen ihr demokratisches Grundrecht und gehen auf die Straße, weil sie etwas zu sagen haben und weil es um ein Problem geht, das sie am allerstärksten betreffen wird: den Klimawandel. Dass sie das zur Schulzeit machen, um ihrem Anliegen auch die enstprechende Aufmerksamkeit zu verschaffen, ist legitim und sinnvoll. Und die mediale Aufmerksamkeit gibt ihnen Recht.

Inspiriert wurden die Freitagsdemonstrationen von der 16-jährigen Greta Thunberg, die mit einer flammenden Rede auf der UN-Klimakonferenz in Katowice im Dezember 2018 und ihrem mehrwöchigen Klimastreik zum Gesicht einer neuen Bewegung wurde. Seitdem beteiligen sich immer mehr Jugendliche auf der ganzen Welt an den Freitagsdemonstrationen.

Keine Solidarität von der Jungen Union: "Schulschwänzen konsequent ahnden"
Auch wenn der Klimawandel alle Menschen betrifft und vor allem die junge Generation unter den Konsequenzen zu leiden haben wird, gibt es nicht von allen Seiten Solidarität. So ätzten die zwei Landesvorsitzenden der Jungen Union und der Schüler Union, Philipp Bürkle (JU) und Michael Bodner (SU), in einer offiziellen Stellungnahme zu den Freitagsdemonstration gegen ihre Altersgenoss_innen: „Mit Schulschwänzen den Klimawandel zu bekämpfen, ist in etwa so sinnvoll, wie mit dem Staubsauger durch die Sahara zu laufen. Wenn Schüler demonstrieren wollen, können sie das selbstverständlich gerne tun, aber nicht während der Schulzeit. Die Lehrkräfte haben Schulschwänzen entsprechend konsequent zu ahnden. Um den Lehrkräften ein effektives Vorgehen zu ermöglichen, fordern wir, solche Fehlzeiten zukünftig im Zeugnis festzuhalten.“

Nun drehen sich viele Debatten darum, ob es legitim ist, dass Schüler_innen ihrer Schulpflicht nicht nachkommen, anstatt zu fragen, wie legitim es ist, dass die Politik ihre Pflicht, unseren Planeten zu retten, so sträflich vernachlässigt.

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 25. Januar 2019
 
 

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