Der Emoji-Liebhaber ist männlich

Junge Männer verwenden öfter Piktogramme bei WhatsApp als junge Frauen, so eine Schweizer Studie.

Wer hätte das gedacht: In der Kommunikation per WhatsApp nutzen junge Männer häufiger Emojis (also Bildschriftzeichen, die bestimmte Befriffe ersetzen) als junge Frauen. Dies ist eines der ersten Ergebnisse einer Studie der Universitäten Neuenburg, Bern und Zürich zu abweichenden Schreibweisen und dem Gebrauch von Emojis in der WhatsApp-Kommunikation.

Emojis sind Männersache - zumindest in einem bestimmten Alter
Nach den ersten Ergebnissen des interuniversitären Projekts «What’s up, Switzerland?», die sich auf die Analyse von 617 Gesprächen (Chats, etwa 5 Millionen Wörter) stützen, werden Emojis in der Schweiz am häufigsten von jungen Männern verwendet. Bei Jungs unter 17 Jahren war sogar jedes fünfte «Wort» ein Emoji, bei den Mädchen im gleichen Alter war es hingegen nur jedes zwölfte Wort. Bei den 17-bis 34-Jährigen und den 50-bis 64-Jährigen nimmt der Emoji-Gebrauch ab: Nur etwa jedes zwanzigste Element ist noch ein Emoji. Aber auch in diesen beiden Altersgruppen verwendeten Männer etwas häufiger Emojis als Frauen, während in der Altersgruppe der 35-bis 49-Jährigen die Frauen doppelt so oft zur Bildsprache griffen wie die Männer.

Smileys werden zwar weniger, aber sterben nicht aus
Eine Frage der Studie lautete auch, ob Emojis inzwischen klassische Smileys ersetzen. Die Forscher_innen verneinen diese Frage, denn in den untersuchten WhatsApp-Textkörpern machten aus Interpunktionszeichen zusammengesetzte Emoticons
immer noch 29% der verwendeten Piktogramme aus. Betrachtet man nur Gesichter, die in irgendeiner Form Freude zum Ausdruck bringen, liegt der Anteil klassischer Smileys wie :-) und :-D sogar bei 31% (Emojis: 59%). Auch hier zeigte sich wieder, dass Männer herkömmliche Smileys häufiger verwenden als Frauen.

Leidet die Rechtschreibung beim "WhatsAppen"?
Trotz der einfacheren Handhabung haben Emojis und Emoticons den Text nicht verdrängt. Auch in der WhatsApp-Kommunikation kann man offenbar nicht auf Wörter verzichten. Allerdings wurden die Erwartungen mit Beginn der digitalen Kommunikation etwas heruntergeschraubt. Im Rahmen des Projekts «What’s up, Switzerland?» untersuchen Forschende deshalb auch den Stellenwert der Rechtschreibung in der WhatsApp-Kommunikation: Sind wir nachsichtiger geworden, insbesondere wenn wir mit dem Smartphone kommunizieren? Wenn ja, gibt es Fehler, bei denen eher ein Auge zugedrückt wird? Welche Fehler werden korrigiert und wie wird die Korrektur vorgenommen?

Obwohl dank der ersten Analysen bereits verschiedene Erkenntnisse über Emojis und Rechtschreibung in der WhatsApp-Kommunikation gewonnen werden konnten, sind zahlreiche Fragen noch offen. Um herauszufinden, wie und warum von den verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten Gebrauch gemacht wird, fordern die  Forschenden  der  Universitäten  Neuenburg,  Bern  und  Zürich  die  Bevölkerung  auf,  an  zwei  Umfragen  teilzunehmen – eine betrifft Emojis, die andere Rechtschreibung.

Zu dem Umfragen gehts hier lang

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