Bin ich computerspielsüchtig?

Universität Ulm entwickelt ersten psychologischen Test zur Computerspielsucht

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat erst kürzlich die Computerspielsucht (Gaming Disorder) in den Katalog der anerkannten Krankheiten aufgenommen. Mit der Anerkennung als offizielle Krankheit können nun Diagnostik, Behandlungsmethoden und gesundheitliche Auswirkungen exzessiven Computerspielens besser erforscht werden.
Von Computerspielsucht wird ausgegangen, wenn die Betroffenen ihr Gaming-Verhalten nicht mehr im Griff haben und ihm absolute Priorität gegenüber anderen Aktivitäten einräumen, das Verhalten trotz negativer Konsequenzen nicht ändern und schwere Beeinträchtigungen in Familie, Partnerschaft oder Beruf und Ausbildung hinzukommen. Hält dieses Verhaltensmuster über 12 Monate an, kann von einer Computerspielsucht gesprochen werden.

Forschende um Professor Christian Montag von der Universität Ulm haben nun den weltweit ersten psychologischen Test zur Untersuchung der Computerspielsucht entwickelt und anhand einer Stichprobe von mehr als 550 Studierenden aus Großbritannien und China überprüft. Der „Gaming Disorder Test“ ist nun auch im Internet öffentlich zugänglich. 

In dem Onlinetest (unter 18 Jahren nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten) werden entsprechende Fragen gestellt, die nicht nur abfragen, was, wie oft und wie lange gespielt wird, sondern auch aus welchen Gründen (um die Welt außen herum zu vergessen, Leute kennenzulernen, ein anderer sein zu können, die Koordination zu verbessern, andere besiegen zu können usw.). Teilnehmende erhalten am Ende ein Feedback zu ihrem "Gaming Disorder-Wert" sowie zu ihrer Computerspiel-Motivation (Soziale Motivation, Escape Motivation, Bewältigungs-Motivation usw.).

Der Online-Test alleine kann natürlich keine psychologische Diagnose stellen, dies kann nur durch geschulte psychologische Psychotherapeut_innen oder Psychiater_innen erfolgen. Er kann aber einen Hinweis darauf geben, wie anfällig du eventuell dafür bist, dass dein Computerspielverhalten sich zu einem ernsten Problem entwickelt. Manchmal hilft ein solcher Hinweis schon, vor der nächsten Zock-Session noch mal aus dem Fenster zu schauen und zu überlegen, ob ein echtes Treffen mit Freund_innen nicht eine schönere Art der Tagegestaltung wäre.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemeldung - Stand: 12. Juni 2019
 
 
 

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