Aufruf zum Frieden

135 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger rufen angesichts des von russischem Boden ausgehenden Krieges in der Ukraine zum Frieden auf.

135 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger verschiedenster Disziplinen rufen angesichts des von russischem Boden ausgehenden Krieges in der Ukraine zum Frieden auf. Dazu haben sie eine Deklaration unter­zeichnet, die von der Max-Planck-Gesellschaft initiiert wurde und die von den Lindauer Nobelpreisträgertagungen unterstützt wird.

In der aktuellen Erklärung heißt es: „Die Entdeckung der Atomkernspaltung schuf die Grundlage für den Bau atomarer Vernichtungswaffen. Deren derzeitiges Volumen hat das Potential, die Erde für Menschen unbewohnbar zu machen und die menschliche Zivilisation auszulöschen. Deshalb dürfen solche Waffen nie zum Einsatz kommen!“

Die 135 Unterzeichnenden fordern Regierungen und Wirtschaftsverant­wortliche auf, wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien verant­wort­ungsvoll und im Bewusstsein für ihre langfristigen Folgen einzusetzen. Der russische Präsident Wladimir Putin wird aufgefordert, die völkerrechtlichen Vereinbarungen zu achten, seine Streitkräfte zurückzurufen, Verhandlungen aufzunehmen und den Frieden herzustellen.

Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen und die Max-Planck-Gesellschaft sind überzeugt, dass die Wissen­schaft den Dialog fortsetzen muss, auch wenn die Politik schweigt – oder kämpft. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass diese Initiative, neben unzähligen anderen, baldmöglichst zum wieder friedlichen Austausch zwischen den Nationen führt.

Die Deklaration 2022 knüpft an eine Erklärung von Nobelpreisträger_innen aus dem Jahr 1955 an - die erste Mainau Deklaration 1955 gegen den Einsatz von Atomwaffen. Der Name kommt von der Insel Mainau im Bodensee. Dort finden jährlich die Lindauer Nobelpreisträgertagungen statt, wo Nobelpreisträger_innen sich mit jungen Wissenschaftler_innen gemeinsam über wissenschaftliche und gesellschaftliche Themen austauschen.

Den genauen Wortlauf und die Unterzeichnenden der Erklärung findet ihr in dem unten stehenden Link.

Quelle:

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Autorin / Autor: Pressemitteilung - Stand: 7. März 2022